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Junge Helfer messen ihr Wissen und Können

JRK-Landeswettbewerb Junge Helfer messen ihr Wissen und Können

Beim Landeswettbewerb des sächsischen Jugendrotkreuzes in Delitzsch, ausgerichtet vom Kreisverband Delitzsch, starteten 14 Mannschaften. Besonders gefragt waren Wissen und Können rund um die Erste Hilfe. Mit realistischen Wunddarstellungen wurde die Teilnehmer konfrontiert. Die allermeisten reagierte professionell und riefen das Gelernte ab.

Die Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Delitzsch, Sylke Schlegel, beaufsichtigt die Teilnehmer des JRK-Landeswettbewerbes bei einer Theorieaufgabe.

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. Der DRK-Kreisverband Delitzsch hat am Wochenende mit dem Landesverband einen Wettkampf für 14 Mannschaften organisiert und war selbst mit einem Team am Start. Trinken, Trinken, Trinken, darauf sollten die jungen Rot-Kreuz-Helfer bei ihren Landeswettbewerb in der Loberstadt besonders achten, um sich bei den tropischen Temperaturen nicht selbst in Gefahr zu bringen. Selbst DRK-Landespräsident Holger Löser wies in seiner Begrüßung darauf hin. Wenig später sah er sich gemeinsam mit Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) den Elf-Stationen-Parcours des Landeswettbewerbes an und war sehr angetan, was die Jugendlichen zu leisten im Stande sind.

Anspannung vor dem Start

Teamleiterin Casandra Reichstein war die Anspannung vor dem Start anzusehen. Zwar bringt die 21-Jährige Erfahrungen von ihren Teilnahmen an Landeswettkämpfe mit, aber für ihre Schützlinge war es eine Premiere. Auch im Altersdurchschnitt war ihr Team eines der jüngsten.

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14 Mannschaften gingen beim Landeswettbewerb der Stufe II (13 bis 16 Jahre) in Delitzsch an den Start und mussten einen Elf-Stationen-Parcours absolvieren. Gewonnen hat die Mannschaft aus Auerbach, gefolgt von einem Team aus Zwickau und Freital.

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„Gewinnen werden alle“, war sich Holger Löser sicher. Was an Wissen und Können noch nicht so ausgeprägt sei, werde ganz sicher in nächste Zeit ausgeglichen. „Unsere Teamleiterin ist die Beste, sie hat uns so gut es möglich war, auf den Wettkampf vorbereitet“, waren sich die Delitzscher Mädchen und Jungen einig. Doch sie bekamen ihre Grenzen aufgezeigt. Am Ende reichte es nur für den zwölften Platz.

Erfahrungen sammeln

Für Florian Gimmler kein Grund aufzugeben. „Mir macht es Spaß zu helfen“, sagte der Elfjährige, der sich auch im Schulsanitätsdienst und in der Jugendfeuerwehr engagiert. Für Vanessa Kutzner (13) und Saskia Fritsch (11), sie sind erst einige Monate bei der Gruppe, kam es vor allem darauf an, erste Erfahrungen bei einem solchen Leistungsvergleich zu sammeln. Bereits bei der ersten Station, Theorie der Ersten Hilfe, mussten die Delitzscher Punkte lassen. Silke Schlegel, Präsidentin des Delitzscher Kreisverbandes, versuchte den Teilnehmern die Prüfungsangst zu nehmen. Es gelang. Ihre unkomplizierte Art im Umgang mit den Mädchen und Jungen half. Im Delitzscher Stadtgebiet waren die Stationen verteilt, getreu dem diesjährigen Thema „In 80 Tagen um die Welt“. Mit ganz wachen Augen beobachtete Stationsleiterin Birgit Pabel, wie sich die Freitaler Gruppe beim „Strandbesuch mit Hindernissen“ schlug. „Sie gehören zu den Besten.“ Ihr erster Eindruck sollte sich bestätigen, sie kamen auf Platz drei. Die Situation schnell erfassen und handeln, darauf kam es an. Gleich mehrere betroffene Personen waren zu versorgen, eigenen Kräfte dabei gut einzusetzen. „Es wurde leider zu spät erkannt, dass eine Personen einen Atemstillstand hat“, bemerkte Schiri Sophie Wagner. In der Wertung gab es dafür Punktabzug.

Richtig reagiert

Ansonsten hätte das Team richtig reagiert. „Ansprechen, anfassen, betreuen, beruhigen, das hat bestens geklappt“, fand auch Marco Beckert aus Freiberg, er ergänzte das Schiri-Team. Ähnlich schwer waren die Erste-Hilfe-Aufgaben auch auf dem Kleinmarkt. „Die Inhalte gab der Landesverband vor“, erklärte Lutz Pabel. Sogar realistische Wunddarstellungen wurden eingesetzt. Die schweren Brandblasen an den Füßen von Darstellerin Ines Meister beeindruckten Sarah Gregor (16) scheinbar gar nicht. Professionell legte sie einen Verband an. „Auf schön kommt es nicht mehr an, sinnvoll und zweckmäßig ist wichtig“, teilte Lutz Pabel mit.

Von Ditmar Wohlgemuth

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