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Delitzsch Junge evangelische Christen pflanzen Apfelbäume
Region Delitzsch Junge evangelische Christen pflanzen Apfelbäume
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14:00 28.10.2017
36 Apfelbäume soll bald am Straßenrand stehen. Junge Christen aus Schenkenberg wollen sie pflanzen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Schenkenberg

Schenkenberg bekommt neue Apfelbäume. Sie werden am Montag entlang der Ortsverbindungsstraße Rödgen-Schenkenberg gepflanzt. Initiator ist die Junge Gemeinde im Dorf. Es sind jene jungen Menschen, die 2016 und 2017 Konfirmation, also den Schritt ins kirchliche Erwachsenenalter, vollzogen haben. Die jungen Frauen und Männer werden insgesamt 36 Bäume pflanzen. Im zu Ende gehenden Lutherjahr ist diese Aktion nur eine von einer ganzen Reihe von Aktivitäten.

Luthers Worte

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Allerdings lässt sich nicht belegbar nachweisen, dass er ihn tatsächlich auch geäußert hat. Unabhängig davon greifen die Jungen Christen die Idee gern auf. Bei den Apfelbäumen handelt es sich vor allem um ältere, nicht mehr so häufig vorhandene Sorten. Sie werden von der Baumschule Müller in Grebehna bereitgestellt. Die gesamte Aktion kostet 3000 Euro.

Baumpaten gesucht

Das Geld dafür kommt unter anderem aus einem Jugendprojekt des Kirchenkreises. „Finanzieren soll sie sich auch über die Baumpaten“, kündigte Pfarrer Matthias Taatz an und wirbt gleichzeitig für Interesse. Wer die Patenschaft über einem Baum übernehmen möchte, könne sich gern bei ihm melden oder noch besser am Montag gleich beim Pflanzen dabei sein. „Kräftige Helfer brauchen wir auf jeden Fall“, bittet der Pfarrer. Der Baumpate kauft den Baum und stiftet ihn gleichzeitig der Gemeinschaft. Matthias Taatz rechnet mit einem einmaligen Betrag von unter 100 Euro. Die Paten werden namentlich an den Bäumen vermerkt.

Landwirte stellen Flächen zur Verfügung

Die Fläche, auf der die Bäume gepflanzt werden, stellten Christa Voigt aus Storkwitz und Hans Troche aus Schenkenberg zur Verfügung. „Sie waren sofort bereit, zu helfen“, teilte der Pfarrer mit und bedankte sich auch im Namen der jungen Leute. Unkompliziert verlief auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Dort begrüßte man die Aktion ebenso und hatte keine Bedenken. Da es sich um eine kommunale Straße handle, sei das Prozedere der Genehmigung zügig abgelaufen.

Die Bäume werden nur rechts in Richtung Rödgen gepflanzt. Eine klassische Baumallee werde es nicht wieder werden, hieß es. Sie war es aber mal. Wegen Krankheit und aus Sicherheitsgründen wurden die meisten Bäume gefällt, nur einer steht derzeit noch zwischen Fahrbahn und Radweg.

Von Ditmar Wohlgemuth

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