Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Junglandwirt Anton Felgner aus Wiedemar hat große Pläne
Region Delitzsch Junglandwirt Anton Felgner aus Wiedemar hat große Pläne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 24.10.2017
Anton Felgner (23) aus Wiedemar will bald einen Dorfladen eröffnen und Produkte aus eigenem Anbau und Produktion anbieten. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Wiedemar

Er ist noch ein junger Bursche und hat doch schon klare Vorstellungen, was für ihn die Zukunft bringen wird. Er hat größeres vor. Anton Felgner aus Wiedemar ist 23 Jahre alt, gelernter Landwirt, angestellt als Landwirt und im Nebenerwerb Landwirt. Spätestens im kommenden Jahr soll sein Dorfladen in der Schulstraße 1 regelmäßig öffnen und regionale Produkte, vor allem die aus eigener Produktion und Herstellung, anbieten. Das zweite Standbein soll der Laden werden.

Dorfladen steht über dem Eingang

Von außen ist der Laden schon deutlich mit seinem Schriftzug über der Tür zu erkennen. Im Inneren ist auch soweit schon fast alles so weit, dass verkauft werden könnte. Es gibt Regale, auch eine Kühltheke. Die Waage steht sowieso bereit. „Wir haben hier jede freie Minute in den Umbau gesteckt und nahezu alles selbst gemacht“, erzählt der etwas schlaksig wirkende junge Mann. Gebaut werden konnte fast nur im Winter, wenn die Landwirtschaft nicht ganz so viel Arbeit bereithält. Deshalb habe es auch gute zwei Jahre gedauert, um aus einem ehemaligen Werkstattlager einen den Hygieneansprüchen gerecht werdenden Verkaufsraum zu machen.

Das Bauen geht weiter

Mit dem Bauen ist aber auch noch nicht Schluss. Im Frühjahr startet das nächste Vorhaben. Dann soll ein Zerlege- und Verarbeitungsraum entstehen. „Die Baugenehmigung haben wir schon, aber es wird sicher bis zum Herbst dauern, bis wir auch damit fertig sind“, vermutet der Landwirt. Bei den alten Gemäuern, die auf dem Gelände zur Verfügung stehen und umgebaut werden sollen, sei man vor Überraschungen nie sicher. Da müsse man auf fast alles gefasst sein. Auch für diesen Raum werden die Felgners, allesamt handwerklich mehr als nur begabt, kräftig zupacken. Auch um Kosten zu sparen.

Langer Tag für Anton Felgner

Für Anton Felgner gehört Landwirtschaft, speziell auch Tierhaltung von frühester Kindheit zu seinem Leben dazu. Und sie hat ihn bis heute in seinen Bann gezogen. Dafür steht der junge Mann nahezu jeden Tag ungewöhnlich zeitig auf, um noch vor dem eigentlichen Job bei einem Landwirt in Rabutz seine Tier zu füttern. Nicht selten dauert der Tag dann auch bis 22 Uhr. Nur wenn es eng wird mit der Zeit, packen auch seine Eltern mit an. Ansonsten hat Anton den Anspruch, es allein zu schaffen.

Da sind Schafe, Kaninchen, Hühner, Enten, auch Gänse, die wochentags und an Sonn- und Feiertagen seine ungeteilte Aufmerksamkeit brauchen. „Mit zehn Hühnern habe ich mal angefangen, jetzt sind es schon mehr als 100“, teilte der 23-Jährige mit. Weil es so viele Tiere insgesamt sind, gibt er ihnen auch keine Namen. Schließlich werden sie dazu gezüchtet und gefüttert, um irgendwann geschlachtete zu werden. Bislang reichte auch der Garten hinterm Haus aus, um Platz für die Tiere und auch zum Futteranbau zu haben. „Jetzt konnte ich aber 15 Hektar vom Opa dazu pachten“, freut sich der Junglandwirt.

Weihnachtsgänse schon weg

Dass bereits die Gänse und Enten für den Weihnachtsbraten vergeben sind, erwähnt er nur nebenbei. Bereits im Mai mussten sich Interessenten melden. Wer bei Felgners in der Kfz-Werkstatt vorbeischaut, wird bereits heute Eier, Honig, Kartoffeln und anderes aus eigener Produktion kaufen können. Eine Übergangslösung, hieß es. Bis der Dorfladen in der Nachbarschaft öffnet.

Von Ditmar Wohlgemuth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund 40 Einwohner der Delitzscher Ortsteile Spröda und Poßdorf nutzten beim Bürgerdialog die Chance, mit Vertretern der Stadtverwaltung direkt ins Gespräch zu kommen. Die Themen reichen dabei von den derzeitigen Bauarbeiten in Spröda bis zur Abwasserproblematik in Poßdorf.

20.10.2017

Nordsachsen Landrat Kai Emanuel (parteilos) wurde vom Rücktritt von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) überrumpelt. Es habe zwar „Anzeichen für Veränderungen in Dresden“ gegeben. Mit einem Rücktritt habe er aber nicht gerechnet.

15.12.2017

Das Problem ist seit Jahren bekannt. Freibad und Lehrschwimmbecken in der Artur-Becker-Schule sind sanierungsbedürftig. Deshalb werden in Delitzsch seit Längerem Alternativen diskutiert. Nun wird der Neubau einer multifunktionalen Freizeiteinrichtung, mit Schwimmbau und Lehrbecken im nächsten Stadtrat thematisiert.

19.10.2017