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Kammerpräsident besucht Hohenossiger Rollladenbauer Schreckenbach

Handwerk Kammerpräsident besucht Hohenossiger Rollladenbauer Schreckenbach

Für den ehemals Leipziger Handwerksbetrieb Jalousie- und Rollladenbau Schreckenbach hat sich der Umzug nach Hohenossig gelohnt. Seit über 20 Jahren fertigt die Firma dort erfolgreich individuelle Bauelemente für den Sonnen- und Wetterschutz. Davon überzeugten sich am Dienstag Landrat Kai Emanuel und Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig.

Erwin Schreckenbach zeigt Landrat Kai Emanuel, Frank Tollert, Vizepräsident, und Claus Gröhn, Präsidenten der Handwerkskammer zu Leipzig (von links), die Werkstatt seines Betriebes.

Quelle: Wolfgang Sens

Hohenossig. Als sich Jalousie- und Rollladenbau Schreckenbach 1995 in Hohenossig ansiedelte, waren große Flächen im Gewerbegebiet „Im Mittelfeld“ noch frei. Heute ist das Gebiet voll ausgelastet, liegt die Firma Schreckenbach etwas versteckt am nordwestlichen Zipfel. Das tue dem Geschäft aber keinen Abbruch, sagt Seniorchef Erwin Schreckenbach. Weil die Auftragsbücher des Handwerksbetriebes voll sind, sei es manchmal sogar schwierig, kleine Reparaturen dazwischen zu schieben. „Der Publikumsverkehr ist zwar rückläufig, die Kunden melden sich aber zunehmend telefonisch oder per E-Mail“, beschreibt Ehefrau Gabriele .

Verzicht und Engagement

Aufs Land zog es die Firma seinerzeit, weil die Bedingungen in einem Hinterhof in Leipzig-Gohlis nach der Wende nicht mehr zeitgemäß und in Hohenossig geförderte Gewerbeflächen verfügbar waren. Dort investierte Erwin Schreckenbach damals rund 1,5 Millionen DM. Bereut haben die Schreckenbachs, die auch auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück wohnen, diesen Schritt nicht, auch wenn die Kreditbelastung manchmal arg drückte. „Man darf eben nicht über seine Verhältnisse leben“, so der Firmenchef gegenüber dem Handwerkskammerpräsidenten Claus Gröhn, als dieser mit seinem Vize Frank Tollert und Landrat Kai Emanuel (parteilos) am Dienstag das Unternehmen besuchte. In fünf Handwerksbetrieben des Altkreises Delitzsch waren die Vertreter der Kammer und des Landratsamtes zu Gast, um mit den Inhabern ins Gespräch zu kommen. Selbstständigkeit bedeute „Verzicht und Engagement“ und benötige „eine starke Ehefrau“, betonte der Kammerpräsident. Je leidenschaftlicher die Betriebsinhaber seien, desto schwieriger gestalte sich oft die Firmenübergabe, wurde ein kompliziertes Thema angesprochen.

Nachfolge geregelt

Bei den Schreckenbachs ist die Nachfolge geregelt, denn 2014 hat Sohn Raoul (43) den Betrieb übernommen. Eigentümer ist weiter der Vater, der genau wie seine Frau im Unternehmen noch mitarbeitet. „Erfolg beruht auf Fleiß“, sagt der Senior, und das begann schon vor 40 Jahren mit seiner zunächst nebenberuflichen Selbstständigkeit. Nach wie vor läuft das Hauptgeschäft im Leipziger Raum, wo die Firma mehrere Referenzobjekte aufweisen kann. Aber auch in Nordsachsen hat sie sich einen Kundenstamm aufgebaut. Zum Team gehören ein Ingenieur, ein Meister, fünf technische und zwei kaufmännische Mitarbeiter. Das Unternehmen fertigt, liefert und montiert individuelle Bauelemente im Bereich Sonnen- und Wetterschutz und stellt Jalousien sowie Verdunklungsanlagen her. Kunden sind Privatpersonen, öffentliche Träger, Fachplaner sowie Unternehmen.

Von Thomas Steingen

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