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Kapuzineräffchen hört auf den Namen Bari

Kapuzineräffchen hört auf den Namen Bari

Bari setzt sich gegen Yaki, Yuma, Kofi und Joy durch. Und so ist das kleine Haubenkapuzineräffchen im Tiergarten Delitzsch seit Sonnabend nicht mehr namenlos. Der jüngste Spross danke es den anwesenden Namensgebern, indem er an Mamas Bauch hängend aus der Anlage illerte.

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Das kleine Äffchen hört seit Sonnabend auf den Namen Bari.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch. Dabei war der Nachwuchs bei den Primaten einst gar nicht geplant. Eine fünfköpfige Männer-WG sollte ihren Schabernack in der Kapuziner-Anlage treiben. Denn nach dem Tod von Bunny, ging es Ehemann Baxi sehr schlecht. „Wir hatten Angst, dass er aus Kummer stirbt“, erinnerte sich die Leiterin des Tierparks Katrin Ernst. So bekamen Baxi und Sohnemann Mäxchen Verstärkung aus dem Opel-Zoo Kronberg. Männchen seien leichter zu haben, erklärte Ernst. Allerdings stellte sich nach einem Jahr an der Lober-Luft heraus, dass statt drei Männchen, zwei Weiblein und ein Herr den Weg nach Delitzsch gefunden hatten. „Bei Jungtieren ist das Geschlecht selbst für Fachmänner sehr schwer zu erkennen“, erklärte Ernst die Fehleinschätzung ihrer Kollegen.

Baxi fand Gefallen an der holden Weiblichkeit, sodass der Chef es erneut mit Nachwuchs versuchte. Dreimal schlug das fehl, nahm die Mutter das Junge nicht an. Eine Handaufzucht lehnt Ernst ab. „Es würde zwischen den Stühlen hängen, wäre vom Mensch geprägt und würde in der Gruppe nicht mehr anerkannt werden.“

Deswegen hielt sich die Tiergartenchefin nach der Geburt des jungen Haubenkapuziners am 7. Juli äußerst bedeckt. „Die Mutter musste lernen, richtig mit dem Kind umzugehen“, begründete sie. Und beinahe hätte sie Recht behalten, obwohl die Mutter sich rührend um ihren Spross kümmert, denn der Junior verfing sich beim Spielen in einem Seil. In Panik geraten, wickelte sich das Äffchen immer weiter ein, sodass es sich fast erhängt hätte. Da machte seine Mutter ihrem Namen Schreihals aber alle Ehre, weshalb die Pfleger das Tier rechtzeitig befreien konnten. Wie sozial die Primaten sind, zeigten sie anschließend. Denn nicht nur Vater und Mutter, sondern auch Onkel und Tante kümmerten sich um den Kleinen.

Nachdem der Namenlose die schwierige Phase gut überstanden hatte, rief die Stadtverwaltung im vergangenen Monat einen Wettbewerb zur Namensgebung für den Junior aus. Insgesamt beteiligten sich 18 Personen. Diese schlugen 55 Namen vor. Neben der Kultur- und Schulamtsleiterin der Stadt Delitzsch, Eva Siegel-Rudolph, stimmten die Pressesprecher Nadine Fuchs, Christian Maurer und Zooleiterin Katrin Ernst ab, wie der Kapuziner künftig heißen soll. Lediglich eine Vorgabe benannte die Jury: Ein geschlechtsneutraler Name sollte her, weil das Geschlecht erst nach drei Jahren genauer bestimmbar sei. Und schließlich nicht der Fauxpas der Kollegen aus Kronberg passieren sollte.

Den Volltreffer landete Familie Jordan aus Pulsnitz mit Bari. Zum Leidwesen der Jury konnten die Oberlausitzer nicht an der Taufe teilnehmen. Mit den zwei gewonnenen Jahreskarten können sie ihren Bari aber jederzeit besuchen. Dafür erschienen bis auf Mirko Jantsch, der ebenfalls passen musste, die restlichen der Top-Fünf-Namensgeber. Sowohl Silke Platz, als auch René und Silvana Böhme fanden ihre Vorschläge Yaki und Yuma im Internet. Sie hatten recherchiert, wo die Kapuziner-Affen in natura leben. Anders dachte Julia Neugebauer, die Kofi vorschlug. „Das ist ghanaisch und bedeutet der am Freitag Geborene. Bari sah das Tageslicht in der Tat erst an einem Freitag, aber zur Welt kam das Äffchen an einem Donnerstag.“

Alexander Bley

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