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Delitzsch Katharina Mittmann übernimmt Projektleitung im Schalomhaus Delitzsch
Region Delitzsch Katharina Mittmann übernimmt Projektleitung im Schalomhaus Delitzsch
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00:16 04.07.2017
Katharina Mittmann übernimmt die Projektleitung am Schalom Begegnungszentrum in Delitzsch. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Das Schalom Begegnungszentrum in Delitzsch in der Mauergasse wird sich den Themen Holocaust, Judentum, Antirassismus, aber auch dem Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank künftig noch stärker widmen können. Katharina Mittmann (35) hat die hauptamtliche Projektleitung dafür übernommen. Bislang wurde die Aufgabe rein ehrenamtlich von Mitarbeitern des Begegnungszentrums erfüllt.

Das Thema berührt persönlich

Die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt gemeinnützige Einrichtungen wird sich vor allem der Koordination der verschiedenen Formen von Veranstaltungen widmen, sie aber auch selbst anbieten und durchführen. „Die Thematik berührt mich persönlich sehr“, sagt sie und hat dabei das Tagebuch von Anne Frank in der Hand. Ihr tue es gut, immer mal wieder darin zu lesen, auch, um nachzuvollziehen, wie es dem Mädchen während des Versteckens, während ihres kurzen Lebens erging.

Wenige Worte der Erklärung

Seit Oktober 2013 besitzt das Haus in der Mauergasse 19 a eine Erlebnisausstellung, deren Kernstück das nachempfundene Versteck von Anne Frank ist. Es wurde in den Spitzboden des Daches eingebaut. „Ich habe mich mal dort ganz allein hineingesetzt, die Augen geschlossen und die Situation auf mich wirken lassen“, erzählt die Projektleiterin. Sie sei davon sehr beeindruckt gewesen, gab sie zu. Genau diese Empfindungen werden auch bei den allermeisten Besuchern ausgelöst, die diese kleine Dachkammer betreten und dort auch nur wenige Minuten verweilen. Da benötige man nur wenige Worte, um zu beschreiben, wie es der damals 13 Jahre alten Anne Frank ging, als sie sich zwei Jahre lang verstecken musste, teilte Katharina Mittmann mit.

Gedankenaustausch im Mittelpunkt

Bei ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die entweder zu ihr in die Mauergasse kommen oder die sie in Schulen und Kindertagesstätten besucht, kann sie auf die üppigen Erfahrungen der Mitstreiter im Begegnungshaus zurückgreifen. „Das ist ein eingespieltes, sehr kompetentes Team, vom dem ich viel lernen werde“, betonte sie. Zu dem, was Katharina Mittmann anbieten kann, gehören Informationsmaterialien und Filme, aber auch Lesungen und Vorträge. Eines will sie aber bei allem in den Mittelpunkt stellen: „Es geht um den Gedankenaustausch. Ich will, dass jene Ereignisse nicht vergessen werden.“ Für sie beginnt Beschäftigung mit der Thematik bereits in den Kindereinrichtungen. Sie hat dazu ein Buch „Paula und das Versteck auf dem Bauernhof“ mit kindgerechtem Text geschrieben und es auch selbst illustriert. „Damit gehe ich in die Gruppen mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren.“

Von Ditmar Wohlgemuth

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