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Delitzsch Keine Entwarnung - Mulde schlägt erneut brutal zu
Region Delitzsch Keine Entwarnung - Mulde schlägt erneut brutal zu
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16:50 19.05.2015

An der Elbe steigt das Wasser. Torgau hofft und bangt. Eilenburg, soviel stand gestern Abend fest, bleibt trocken. Mit weiteren Regenfällen sei laut Wetterbericht vorerst nicht zu rechnen.

Was die betroffenen Menschen in Glaucha, Gruna und Löbnitz wiederholt durchmachen müssen, ist nur schwer zu beschreiben. Die Orte sind überflutet, das Wasser steht teilweise höher als bei der Augustflut im Jahr 2002. Und es fließt nur langsam ab. Sie können nur tatenlos abwarten. Eine Katastrophe.

In Eilenburg konnten die neu geschaffenen Hochwasserschutzanlagen die Überflutung der Innenstadt wirksam verhindern. Lange vor 2002 hat die Stadt mit dem Hochwasserschutz begonnen. Das zahlt sich nun aus. Zudem haben dort Bürokratie und Bürgerinitiativen keine Schutzmaßnahmen blockiert oder verhindert wie in anderen Städten und Dörfern Sachsens, die nun versunken sind. Für die Stadt Eilenburg konnte gestern trotzdem noch keine Entwarnung gegeben werden. Die Pegelstände der Mulde bewegen sich weiterhin auf sehr hohem Niveau.

In Kossen war gestern der Rückstaudeich Lindelbach überströmt und der provisorische Schutzdeich gebrochen. Auch in Eilenburg gab es Überströmungen am Mühlgraben. Mörtitz meldete zwei überströmte Stellen. Für Wellaune und Schnaditz wurde die Lage nach Überströmungen und dem Deichbruch im Bereich Glaucha ebenfalls als kritisch eingeschätzt. In Bad Düben erreichte das Wasser den Brückenkopf auf der Stadtseite. Seit gestern Mittag wurde an einer Lösung für den Seelhausener See und die Goitzsche gebastelt. Nach Deichbrüchen und Überströmungen hatte sich neben der Mulde, die in den Muldestausee fließt, ein zweiter Fluss gebildet. Und der strömte massiv in den Seehlhausener See. Mit einer gezielten Sprengung sollte das Wasser wieder in das ursprüngliche Flussbett geleitet werden. Die Sprengung sollte nördlich von Löbnitz erfolgen. Wenn das Wasser vom Seelhausener See in die Goitzsche strömt, besteht akute Gefahr für die Stadt Bitterfeld-Wolfen.

Am Montag um 22 Uhr löste der Landrat des Landkreises Nordsachsen, Michael Czupalla (CDU), Katastrophen-Voralarm für den Flussbereich Obere Elbe aus. Der Pegel steigt inzwischen immer weiter. Die technische Einsatzleitung wurde eingerichtet. Heute Morgen wird in Torgau mit einem kritischen Pegelstand gerechnet.

Hochwasser Spezial © Seiten 30/31

@Weitere Informationen und Fotos unter www.lvz-online.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2013

Frank Pfütze

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