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Delitzsch Kinder waschen und bohren ohne Strom
Region Delitzsch Kinder waschen und bohren ohne Strom
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15:58 24.09.2010
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. Ein Tag ohne Strom, so heißt ein Projekt der gemeinnützigen Leuchtpol-Gesellschaft, das sich den verantwortungsvollen Umgang mit Energie auf die Fahnen geschrieben hat und bei den Jüngsten ansetzt. 400 Kindergärten bundesweit haben an einem Tag zwischen dem 17. und 26. September den Strom ausgeschaltet. Eine davon ist die Kindertagesstätte Freundschaft der Arbeiterwohlfahrt.

„Nicht gleich einen ganzen Tag, doch zumindest ein paar Stunden wollen wir tatsächlich ohne den Saft aus der Steckdose auskommen", erklärt Gisela Du Bois, die Leiterin der Einrichtung. Begeistert sind die Drei- bis Fünfjährigen dabei, als Erzieherin Silke Sommer fragt, wozu alles Strom gebraucht wird. Die Knirpse wissen schon, dass nicht nur Fernseher und Radio, sondern auch Computer, Mikrowelle, Kühlschrank und sogar so manche Zahnbürste ohne Strom nicht funktioniert.

Wie sich ihre Großeltern da zu helfen wussten, das probieren die Mädchen und Jungen dann voller Begeisterung aus. Gedränge herrschte am Waschbrett, das ebenso wie andere Utensilien von Eltern und Großeltern für diesen Aktionstag aus Kellern und von Dachböden herausgekramt wurde. „Zu Hause helfe ich auch immer beim Wachen". erzählt die vierjährige Leonie. „Da darf ich immer das Pulver in die Maschine machen. Doch im Kindergarten schrubbt sie leidenschaftlich die Puppenwäsche, während ihr Anne reichlich Seife reicht.

Tyler findet es schon „ein bisschen anstrengend", Butter zu machen. Dazu wird eine Schachtel samt Murmel und Schlagsahne fleißig geschüttelt. Und klar, die mit der so herbeigezauberten Butter geschmierten Filinchen schmecken besonders gut. Christine Baßin verschwindet mit einigen Kindern in der Werkstatt. Dort wird ein Handbohrer ausprobiert. Alle wollen in dem in der Werkbank eingespannten Holz ihr eigenes Loch bohren. Ferdinand hat dabei allerdings besondere Unterstützung. Er hat eine Drachenkrone auf dem Kopf getreu dem Motto: Wenn schon kein Strom, dann wenigstens Drachenfeuer. Und mit Unterstützung des Drachen und ganz kleiner Hilfestellung der Erzieherin kann auch er kurz darauf verkünden. „Der Bohrer ist durch." Und während einige noch handwerkeln, sind andere als Stromdetektive unterwegs. Mit eigens gebastelten Ausweis ausgestattet, finden sie ganz schnell heraus, wo ihr Kindergarten Strom frisst.

Ilka Fischer

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