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Delitzsch Kita Krostitz erhält Paket zur Sprachförderung
Region Delitzsch Kita Krostitz erhält Paket zur Sprachförderung
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09:37 06.04.2016
Bundestagsabgeordneter Marian Wendt (links) übergab am Dienstag das Förderpaket zur Sprachförderung in der Kita Krostitz. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Krostitz

Die Kindertagesstätte Krostitz kann ab sofort vom Lernangebot der Schlaumäuse profitieren. Seit Dienstag ist sie in Besitz eines besonderen Förderpaketes, das insbesondere die Sprachkompetenz der Fünf- bis Siebenjährigen fördern soll. Zum Paket gehört ein Tablet und eine Software, die von der Einrichtung kostenlos genutzt werden kann. Die Bildungsinitiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ bedient sich dabei neuer Medien, verwendet interaktive Lernprogramme, deren Hauptakteure die Schlaumäuse Lette und Lingo sind.

An der Spitze der Initiative hat sich seit etwa zwölf Jahren die Microsoft Deutschland GmbH, der Kooperationspartner Stiftung Lesen und die Helliwood media & education etabliert. In Sachsen beteiligen sich etwa 2200 Kindereinrichtungen daran, bundesweit sind es etwa 12 000 „Wir sind immer froh, wenn unsere Initiative auch von Politikern unterstützt wird“, betonte Guido Birkel vom Microsoft und begrüßte in Krostitz den CDU-Bundestagsabgeordneten Marian Wendt. Der hatte auch den Kontakt zur Kita im Kirchweg geknüpft.

Kinder erproben Software

Während Kita-Leiterin Heike Buse den Gästen die Einrichtung zeigte, in der derzeit 128 Kinder, davon 40 im Krippenalter, betreut werden, konnten die Mädchen und Jungen der Gruppe Eichhörnchen bereits in die digitale Welt eintauchen. Caroline Borchert, Medienpädagogin von Helliwood, erklärte den Kindern spielerisch die Funktionsweise der Software. Intuitiv ließen sich die Vorschüler auf die Technik ein, freuten sich über erste Erfolge. Künftig wird sich eine speziell geschulte Erzieherin um den Einsatz dieser Medien kümmern, ausgerüstet mit weitergehenden Infos und Tipps zur frühkindlichen Sprachförderung.

„Wir müssen mehr tun, um den Kindern das nötige sprachliche Rüstzeug zu vermitteln“, sagte Marian Wendt. Mit dem Einsatz neuer Medien könne dies nachhaltig geschehen. Einer Studie zufolge, ist heute fast jedes zehnte Vorschulkind auf gezielte Sprachförderung angewiesen. Diese Quote bestätigte auch Kita-Leiterin Buse mit ihren Erfahrungen. „Kinder müssen deutlich mehr erzählen, ihre Erlebnisse in Worte fassen. Eltern können dazu beitragen, indem sie ihre Kinder auffordern, über den Tag zu berichten.“

Eltern-Kind-Zeit ist wichtig

Wichtig sei aber auch, sich ausreichend Zeit zum Spielen mit den Steppkes zu nehmen. Sie müssten viel mehr untereinander in Kontakt treten, sich verbal verständigen. Diese Sozialkompetenz zu entwickeln, sei heute mehr denn je nötig. Auch der Umgang mit Niederlagen, beispielsweise im Spiel Mensch-ärgere-dich-nicht, sei wichtig zu erlernen. Um möglichst schnell sprachliche Defizite zu erkennen, würden bereits im Alter von vier Jahren Sprachtests vorgenommen, erklärte Heike Buse.

All das will die Bildungsinitiative „Schlaumäuse“ mit vielfältigen Mitteln unterstützen. Mit Lette und Lingo gehen die Kinder auf eine Mission, die sie nur gemeinsam erfüllen können: Die Welt der Sprache retten. Die frühzeitige Sprachförderung ist nicht zuletzt angesichts der zunehmenden Aufnahme von Flüchtlingskindern in den Kitas ein Thema. Mit interaktiven Computer-Programmen könnte es deutlich leichter fallen, die deutsche Sprache zu erlernen. Die Software beinhaltet Übungen mit steigendem Schwierigkeitsgrad, ermöglicht so auch die Teilnahme von lernunerfahrenen Kindern. Ergänzt wird das Angebot noch mit Vorlesekonzepten und Hörbüchern.

Weitere Informationen gibt im Internet unter www.schlaumaeuse.de.

Von Ditmar Wohlgemuth

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