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Delitzsch Kitas nehmen am liebsten Delitzscher auf
Region Delitzsch Kitas nehmen am liebsten Delitzscher auf
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11:41 19.02.2018
Woanders wohnen und das Kind in eine Delitzscher Kita wie das Zauberhaus bringen? Keine Seltenheit. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch/Wölkau

Wenn eine Binsenweisheit 2018 gilt, dann die, dass Kita-Plätze ein rares Gut sind. Nicht nur in Delitzsch, sondern auch in den umliegenden Landgemeinden sind Krippen und Kindergärten voll ausgelastet. Da werden die zum Problem, die gar nicht aus dem Ort stammen und doch dort betreut werden sollen.

Platznot gibt es überall

Lange Zeit war es für Delitzscher gut möglich, der Platznot in der Stadt zu entgehen und den Nachwuchs zum Beispiel nach Schönwölkau zu schaffen, weil dort eine Weile Platzüberangebot galt. Gerade für Pendler war das mitunter dann besonders günstig, wenn die Kita gleich noch auf dem Arbeitsweg lag. Die Zeiten sind nun vorbei. Dass bis zu ein Fünftel „Fremdgemeindekinder“ in den Einrichtungen spielen, bereitet nicht nur dieser Kommune zunehmend Sorgen. Mittlerweile hat Schönwölkau Probleme, die „eigenen“ Kinder unterzubringen und denkt über einen Aufnahmestopp für Fremdkinder nach.

Überlegungen zu Aufnahmestopps

Gedankenspiele, die inzwischen in sämtlichen Kommunen eine Rolle spielen, so allerdings noch nicht umgesetzt werden. Delitzscher Kitas zum Beispiel besuchen 1667 Mädchen und Jungen. 346 von ihnen gehen noch in die Krippe, 709 besuchen den Kindergarten und 612 sind schon alt genug für den Hort. 52 dieser knapp 1700 Kinder sind Fremdgemeindekinder und besuchen Delitzscher Einrichtungen und Kindertagespflegen. Das sind sogar zwei weniger als noch 2016. Rund 50 Kinder bei 1700? Das mag zunächst wenig erscheinen, kann in Zeiten der Platznöte aber einen großen Faktor ausmachen. Während Delitzscher Familien verzweifelt nach Betreuung suchen, sind 50 Plätze eben schon weg. Umgekehrt werden aber auch 83 Kinder in anderen Gemeinden betreut, darunter allein 50 Hortkinder.

Abwägungssache, ob Kind aufgenommen wird

Die meisten Kinder kommen aus der Gemeinde Wiedemar und der Stadt Leipzig in die Kitas der Loberstadt. „Dabei ist festzustellen, dass dies mehrheitlich Familien sind, die in die beiden Ortschaften umziehen und bereits vorher in einer Delitzscher Kita waren“, betont Amtsleiter Oliver Genzel. An den im Internet kursierenden Gerüchten, dass in Delitzsch überhaupt keine Kinder mehr aus anderen Kommunen aufgenommen würden, scheint nichts dran zu sein. Einen generellen Aufnahmestopp für Fremdgemeindekinder gibt es jedenfalls laut dem Schulverwaltungs-, Sozial- und Kulturamt nicht. Allerdings: „Entsprechend der Delitzscher Kita-Satzung sind alle Träger und Einrichtungen angehalten, vorrangig die Delitzscher Kinder aufzunehmen“, heißt es. Letztlich sei die Aufnahme von Fremdgemeindekindern und auch von deren Geschwisterkindern immer eine Belegungs- und Abwägungssache, die durch die Tagesmütter, Einrichtungen und die Träger in Rücksprache mit der Stadt Delitzsch geführt wird. Seit einiger Zeit werden die Plätze für Kinder aus anderen Gemeinden zeitlich schuljahresweise befristet. Die Chancen für die Aufnahme von Kindern aus Fremdgemeinden, die ebenfalls Delitzscher Kinder aufnehmen sei weitaus höher.

Von Christine Jacob

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