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Delitzsch Klein und Groß kommen in Fahrt
Region Delitzsch Klein und Groß kommen in Fahrt
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01:49 28.11.2011
Unter der Lupe: Die kleinste Anlage in Zwochau hat eine Spurweite von drei Millimetern und winzige Modellhäuschen. Quelle: Christine Jacob
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Zwochau

So auch am vergangenen Wochenende, als der „lose Haufen Eisenbahnverrückter“, wie Organisator Siegfried Hülle die Aussteller selbst gern nennt, zur nunmehr vierten Schau unter dem Motto „In Zwochau dampft es wieder“ geladen hatte.

17 Anlagen der unterschiedlichsten Größen durften von Freitag bis Sonntag bestaunt werden. Detailverliebte Miniaturwunderländer füllten den Saal, zeigten Szenen aus dem echten Leben wie blitzende Polizisten und alte Mütterchen mit Rollator, ließen echten Dampf zur Saaldecke steigen und Lokomotiven pfeifen. „Es sind alles Privatleute, die hier ihre Bahnen zeigen“, so Siegfried Hülle. Als Schichtleiter hatte er selbst bis zur Wende bei der Bahn gearbeitet, hat als Versicherungsvertreter auch heute noch sein Büro im Leipziger Hauptbahnhof und eine Leidenschaft, die er gerne mit anderen teilt: „Solange Besucher da sind, haben wir offen“, lautet daher das Credo für die lange Modellbahnnacht, zu der der verrückte Haufen traditionell am Freitag vor dem ersten Advent lädt. Bis in die Nacht hinein tummelten sich auch dieses Mal die Besucher, Hunderte aus ganz Deutschland waren es nach Angaben der Veranstalter am Wochenende.

Die Modelleisenbahnen durften, nein mussten sie in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes genau unter die Lupe nehmen: Die kleinste Modelleisenbahn der Welt, so Hülle, war in Zwochau erstmals öffentlich zu sehen.  Gerade einmal drei Millimeter Spurweite hat der Winzling eines japanischen Herstellers, gilt mit seinen noch nicht einmal fingerbreiten Wagen als kleinste funktionstüchtige Bahn der Welt. Nach Zwochau gebracht hatte die Miniatur Steffen Wolf. Seit seiner Kindheit begeistert er sich für Lokomotiven und Co., nennt auch eine Gartenbahn sein Eigen und ist wie die meisten der Aussteller der Schiene als Straßenbahnfahrer auch beruflich verbunden. „Die kleine Bahn habe ich durch Zufall auf der Messe entdeckt und musste sie einfach haben“, so der Bastler. Sogar kleine Häuser, kaum größer als eine Daumenkuppe, samt Innenleben mit winzigen Tischchen, Stühlchen und Figürchen für seine Modellbahnplatte hatte er mitgebracht. Die Lupe für seinen auf einen kleinen Tisch passenden Winzling samt Schienenrondell hatte er natürlich auch dabei.

Satte 64 Quadratmeter Platz dagegen braucht die Anlage von Thomas Fiedler. Sie wird daher nur zu Ausstellungen komplett und sonst nur abschnittsweise in der Garage aufgebaut. 150 Meter Gleise, verteilt auf 231 der insgesamt 255 für die Ausstellung als Unterkonstruktion aufgebauten Euro-Paletten, schlängelten sich im Saal der Kugel. „Wir haben zu zweit gut vier Tage gebraucht, um alles aufzubauen“, erzählte der Fahrdienstleiter. Die vielen Besucher seien darum auch eine schöne Anerkennung für das eigene Hobby, das doch auch mit Arbeit verbunden sei.

Christine Jacob

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