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Delitzsch Kleiner Bauboom in der Sandmark
Region Delitzsch Kleiner Bauboom in der Sandmark
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18:34 05.04.2011
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Delitzsch

Allerdings entwickelte sich die aktuelle Nachfrage erst vor gut einem Jahr. Neben der Stadtverwaltung bietet auch die Stiftung St. Georg Hospital Grundstücke zum Verkauf an.

Im ein- bis zweimonatigen Rhythmus wechseln zurzeit immer neue Grundstücke den Eigentümer. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilt, wurden im vergangenen Jahr sowie im ersten Quartal 2011 insgesamt acht Erbbaurechtsverträge abgeschlossen. Die Vertragspartner waren sowohl Einheimische als auch Auswärtige. „Viele junge Familien gehören zu den Käufern“, schildert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Aber auch für Angehörige der Unteroffizierschule des Heeres (USH) ist die Wohnlage interessant.

Hauptmann Rainer Krebs etwa hat vor fast genau einem Jahr vor Ort seinen Einzug ins Eigenheim gefeiert. „Ich hatte auch in Erwägung gezogen, mich in Leipzig niederzulassen, aber die Nähe zur Dienststelle war letztlich für mich ausschlaggebend“, erzählt er. Rund anderthalb Fahrradkilometer lege er täglich auf dem Weg zur USH zurück – und hat die Entscheidung für die Sandmark bislang nicht bereut. „Auch in die Innenstadt komme ich schnell mit dem Rad. Leipzig ist ebenfalls nicht weit, und durch die gute Autobahnanbindung kann ich unkompliziert meinen Bruder in Berlin besuchen.“

Rainer Krebs ist im Moment noch der einzige USH-Offizier mit Immobilien-

eigentum in der Sandmark. Er geht aber davon aus, dass sich das ändert. „Zwar gibt es viele Offiziere am Standort, die nach einer Stehzeit von zwei, drei Jahren wieder wechseln, aber auch viele Soldaten im Stammpersonal, die wie ich längerfristige Perspektiven haben.“ Im Nachbarwohngebiet Werbener Teiche seien bereits mehrere Soldaten in Doppelhaushälften zu Hause.

OBM Wilde vermutet, dass die Sandmark bei gleichbleibender Entwicklung auf eine rasche Auslastung zusteuert. Das sah vor einiger Zeit noch anders aus. Das Areal stagnierte über Jahre hinweg – der letzte Bauboom datierte auf das Ende der 90er-Jahre. Schon die Nachwende-Neuanfänge auf dem damals brach liegenden Land hatten sich hingezogen. Am Bebauungsplan an dem damals noch Delitzsch-Nordost genannten Gebiet war bereits seit 1994 gearbeitet worden; die Stadt investierte Geld in die Erschließung. 1996 gingen die ersten Bauanträge ein, Mitte 1997 wurden erste Häuser am Stiftsweg fertiggestellt. „Dass es jetzt wieder vorangeht, spricht für den Wohnstandort Delitzsch“, sagt Wilde.

Noch unberührt sind hingegen die 17 Sandmark-Grundstücke, die der Stiftung St. Georg Hospital gehören. Vier davon liegen direkt an der Großen Wallstraße, die anderen dahinter. „Es gab in der Vergangenheit Vermarktungsbestrebungen, die jedoch nicht zu Verkäufen führten“, berichtet Stiftungs-Geschäftsführer Tobias Müncher-Paulig. Interessenten seien aber herzlich willkommen. Die Grundstücke zwischen 440 und 680 Quadratmetern Größe seien erschlossen, kosteten

55 Euro pro Quadratmeter und könnten im Wesentlichen per Erbbaupacht erworben werden.

Der Landbesitz der Stiftung in der Sandmark geht übrigens auf das Jahr 1392 zurück. Das Hospital erhielt den Boden als Gründungsgeschenk vom Markgrafen Wilhelm zu Meißen. „Die Einnahmen aus der Verpachtung an Bauern flossen damals ans Hospital“, erklärt OBM und Historiker Manfred Wilde.

Kay Wuerker

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