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Delitzsch Kletzener Kirche erhält Zuschuss für Sanierung des Eingangsportals
Region Delitzsch Kletzener Kirche erhält Zuschuss für Sanierung des Eingangsportals
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10:31 13.10.2016
Das Eingangsportal am Fuß des Kirchturmes in Kletzen ist marode. Es soll saniert werden. Quelle: Thomas Steingen
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Kletzen

Mit großer Freude haben das Kirchspiel Zschortau und der Förderverein Kirche Kletzen die Nachricht vernommen, dass sie bei der Sanierung des Eingangsportals des Kletzener Gotteshauses auf Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm bauen können. Wie das Regionalmanagement Delitzscher Land bestätigt, hat das Entscheidungsgremium das Vorhaben positiv beschieden. Die Mittel kommen aus dem Budget „Sanierung und Erhaltung historischer Kleinobjekte“. In diesem stehen insgesamt 50 000 Euro zur Verfügung. Laut Regionalmanagement war es sehr nachgefragt, sodass es nun bereits ausgeschöpft ist. Neben der Kirche in Kletzen gibt es Gelder für eine Mühle und ein Kriegerdenkmal.

Wichtiges Zeichen für Kletzen

„Für Kletzen ist das ein wichtiges Zeichen, deshalb freuen wir uns, dass es geklappt hat, kommentiert der zuständige Pfarrer Daniel Senf die Entscheidung. „Wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt, legen wir los.“ Senf hofft, noch dieses Jahr beginnen zu können. Rund 17 500 Euro, davon 3500 Euro Eigenmittel, sind als Kosten veranschlagt. Neben der Instandsetzung der Sandsteinrahmung gehören unter anderem die farbliche Wiederherstellung der Schriftkartusche, die Instandsetzung der hölzernen Eingangstür, die Putzreparatur am Sockel des Eingangsvorbaus, das Pflastern eines barrierefreien Zugangs und eine Blechverwahrung für den schadfreien Wasserabfluss vom Turmvordach zum Projekt.

Glocke ist verstummt

Begeistert äußert sich auch Fördervereinsvorsitzende Sigrun Schröter, denn die vom Verein gesammelten Spendengelder können nun dank der Fördermittel anders eingesetzt werden. Allein 630 Euro sind der Erlös einer durchgeführten Altpapiersammlung, Nun wirbt die Vereinsvorsitzende schon für ein weiteres Projekt, denn die Kirchenglocke aus dem Jahr 1689 ist verstummt. „Die Glockenaufhängung bedarf schnellen Handelns. Laut Sachsverständigen sind Aufhängeeisen und Jochlager in einem bedrohlichen Zustand“, schildert Sigrun Schröter. Geschätzter Finanzbedarf: rund 7000 Euro. Deshalb wird der Förderverein seine Sammeltätigkeit fortsetzen. Wie die Vorsitzende berichtet, wird die Firma Drekopf am 7. November dauerhaft einen Container in Kirchennähe deponieren. In diesem können dann täglich alte Zeitungen und Zeitschriften eingeworfen werden. „Außerdem freue ich mich riesig, dass wir mit dem Projekt Glockenaufhängung in der LVZ-Sparkassen-Aktion „Angestupst“ ausgewählt worden sind. Noch bis zum 17. Oktober läuft das Telefonvoting.

Von Thomas Steingen

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