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Delitzsch Klinik-Pfleger fordern Tarifvertrag
Region Delitzsch Klinik-Pfleger fordern Tarifvertrag
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14:15 19.05.2015
Auf dem Delitzscher Rossplatz machen die Gewerkschaftsmitglieder und Mitarbeiter des Krankenhauses auf sich aufmerksam. Quelle: Alexander Bley
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. Bislang ohne Erfolg, wie die Gewerkschaft verdi moniert. Am Freitag rückten Verdi-Vertreter und Klinikmitarbeiter das Thema erstmals ins Delitzscher und Eilenburger Stadtbild, veranstalteten öffentliche Info-Aktionen.

Betroffen von dem Tarifkonflikt sind in beiden Städten insgesamt rund 450 Beschäftigte. Dabei handelt es sich um nichtärztliches Personal - vor allem Pfleger, aber auch Therapeuten. "Im Unterschied zu den Ärzten, die einen Tarifabschluss über den Marburger Bund erreicht haben, steht das nichtärztliche Personal der Kreiskrankenhaus Delitzsch-Eilenburg GmbH ohne Tarifbindung da", erklärte Gewerkschaftssekretär Damian Putschli. Und das seit inzwischen rund neun Jahren, wie Betriebsratsvorsitzender Mike Schulze ergänzte. Bis 2005 galt für Pfleger und nichtärztliche Therapeuten der Bundesangestelltentarifvertrag (BAT). "Als dieser bundesweit durch den TVöD ersetzt wurde, haben wir den Anschluss verloren."

Mit der Folge, dass es in der Krankenhaus GmbH laut verdi inzwischen ein Sammelsurium von Vergütungsregelungen gebe. "Die alten BAT-Tarife wurden eingefroren, und für Mitarbeiter, die erst in jüngerer Zeit eingestellt wurden, gibt es jeweils individuelle Bedingungen", schilderte Damian Putschli. "Verglichen mit den Krankenhausmitarbeitern in Wurzen oder Grimma verdienen die Kollegen in Delitzsch und Eilenburg im Schnitt 300 bis 500 Euro weniger pro Monat." In den Kliniken in Wurzen und Grimma gelte der TVöD. Für verdi und den Betriebsrat ist das die Messlatte. "Das ist das Niveau, das wir anstreben", so Putschli. Dabei gehe es neben Ent- geltangleichungen auch um Urlaubs- und Bereitschaftsdienst-Regelungen.

Am Freitag informierten die Arbeitnehmer-Vertreter die Öffentlichkeit über ihre Forderungen, positionierten sich auf dem Delitzscher Roßplatz und dem Eilenburger Markt. Zahlreiche Passanten bekundeten ihre Unterstützung mit Unterschriften. Steffen Penndorf, der Geschäftsführer der Kreiskrankenhaus GmbH, bekundete am Freitag auf LVZ-Nachfrage ebenfalls Verständnis. "Es fanden bereits drei Verhandlungsrunden statt. Wir sind uns einig, dass es künftig ein einheitliches Vergütungssystem geben wird." Dieses müsse allerdings wirtschaftlich sein, betonte Penndorf. "Eine komplette Angleichung an den TVöD ist nicht finanzierbar." Drei weitere Verhandlungsrunden bis August stehen noch an. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2014
Kay Würker

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