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Delitzsch Klotz am Bein? Delitzsch prüft die Verpachtung des kommunalen Waldes
Region Delitzsch Klotz am Bein? Delitzsch prüft die Verpachtung des kommunalen Waldes
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11:00 06.06.2017
Lässt sich das Grün vielleicht auch verpachten? Quelle: Thomas Steingen
Delitzsch

Zwar ist Delitzsch dank Parks und Landwirtschaft ziemlich grün, doch viel gehört der Stadt davon nicht: Nicht einmal 30 Hektar Wald nennt die Kommune ihr Eigen, so das nun vorliegende Betriebsgutachten über den Kommunalwald. Dabei gibt es auf den insgesamt etwa 8500 Hektar städtischer Fläche etwa 850 Hektar Waldfläche, nur eben meist in Privathand – nur der kleine Rest von 22 Hektar gehört der Stadt selbst.

Etliche Splitterflächen

Ob nun das große Stück in der Spröde, das Wäldchen im Ortsteil Schenkenberg, hier und da Stücke in den Ortsteilen Benndorf und Storkwitz oder das Vogelwäldchen – ein zusammenhängendes und großes Stück Wald hat Delitzsch auf dem Papier nicht. Es handelt sich um Splitterflächen. Zudem, so Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch, handelt es sich nicht um besonderen Wald, der Delitzscher Kommunalwald erfülle schlicht Erholungsfunktion. Der Stadtwald ist – darüber staunte sogar Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) – nicht einmal Sache der Stadt, er heißt bloß so.

SPD macht Vorschlag

Auf Anregung von Steffen Penndorf (SPD) soll nun in einem der nächsten Technischen Ausschüsse geprüft werden, ob sich der kommunale Wald vermarkten lässt, indem man ihn Pächtern anbietet. Eine Idee, die im Rathaus durchaus auf Gegenliebe stößt. Denn kommunale Wälder sind wie der Landeswald auch zu bewirtschaften und damit hat Delitzsch die Verkehrssicherungspflicht inne, die zum teuren Unterfangen werden kann. Das Grün wird so eher zum Klotz am Bein, wer etwas besitzt, der muss sich ja auch drum kümmern. Exakt vorhersagen lässt sich die Belastung durch die entstehende Verkehrssicherungspflicht nicht, weil sie immer von Ereignissen wie Stürmen oder Grundwasserverhältnissen abhängt. Im Rahmen der letzten sogenannten Forsteinrichtung aber wurden Mittel in Höhe von zirka 20 000 Euro aufgebracht, der Verkauf von Holzeinschlägen aus dem Kommunalwald dagegen brachte nur 7500 Euro.

Von Christine Jacob

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