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Kniegelenk-OP: Delitzscher Klinik erhält Bestnoten von der Krankenkasse

Gesundheit Kniegelenk-OP: Delitzscher Klinik erhält Bestnoten von der Krankenkasse

Die Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH ist bei einer AOK-Bewertung auf einen Top-Platz im Bereich des Einsetzens eines neuen Kniegelenks gelandet. Chefarzt Frank Krüger führt das auf das erfolgreiche Arbeiten eines Team unter seiner Leitung seit zehn Jahren zurück und auf die Zusammenarbeit im Haus und mit niedergelassenen Ärzten.

Ein künstliches Kniegelenk. In der Delitzscher Klinik werden in diesem Jahr etwa 70 davon bei Patienten eingebaut.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch. Die Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH hat bei der Bewertung der Krankenkasse AOK Plus für Sachsen und Thüringen im Bereich des Einsetzens eines künstlichen Kniegelenks mit Bestnoten abgeschnitten. Ihre Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie gehört zu den Top-Kliniken im Freistaat. Dieser Status wurde ihr kürzlich bestätigt.

Die AOK Plus setzt bei der Bewertung der Kliniken das Verfahren der „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ ein. Grundlage dafür sind Abrechnungsdaten, die die Kliniken an die Krankenkassen liefern. Die werden dann anonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse werden anschließend veröffentlicht, um den Patienten bei der Wahl einer Klinik zu helfen. Die Bewertungen sind im Internet unter Krankenhausnavigator der AOK zu finden.

Hervorragende Zusammenarbeit

Chefarzt Frank Krüger

Chefarzt Frank Krüger

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Chefarzt Frank Krüger macht die sehr gute Bewertung in diesem Bereich vor allem daran fest, dass in der Klinik seit Jahren „ein kompetentes Team, personell stabil, eine hervorragende Arbeit“ leiste und eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Haus- und Fachärzten, insbesondere zu den Orthopäden Thomas Müller und Matthias Süpple bestehe. Auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit im eigenen Haus trage zum Erfolg bei. Dabei nannte er auch die Versorgung der Patienten vor und nach der Operation, bezog die Station 4 um Stationsleiterin Carmen Winkler und die physiotherapeutische Abteilung der Klinik mit ein.

Spitzenzahl bei Knieprothesen-OP

In diesem Jahr wird das Operationsteam um Chefarzt Frank Krüger voraussichtlich die Zahl von 70 eingesetzten künstlichen Kniegelenken überschreiten und damit einen Höchstwert im Vergleich zu den vergangenen Jahre erreichen. 50 Operationen dieser Art pro Jahr muss die Klinik gegenüber der Krankenkasse nachweisen. Seit genau zehn Jahren wird diese Operation in Delitzsch durchgeführt, die in der Regel zwischen 75 Minuten und zwei Stunden dauert. „Es gibt dafür verschiedene Techniken. Wir verwenden die zementierte Knieprothese“, erklärte Frank Krüger. Sie habe sich über die Jahre bewährt und sei auch eine der am meisten verwendeten Techniken. Letztlich und entscheidend geht es dabei um die Festigkeit der Prothese im Oberschenkelknochen beziehungsweise im Schienbein.

Künstliches Gelenk letzter Möglichkeit

Eine Knieprothese sei aus seiner Sicht ohnehin der letzte Schritt, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, dem Patienten zu helfen. „Entscheidend für den Einbau dieses Gelenks ist der Leidensdruck des Patienten“, formulierte der Chefarzt. Der Patient müsse es wollen und die medizinische Indikation es auch erforderlich machen. Die überwiegende Zahl der Patienten, die sich einer solchen OP unterziehen, ist nach Angaben des Chefarztes im Alter von 65 bis 80 Jahren. Der Anteil der Frauen liegt deutlich höher als der der Männer.

Von Krankenbett in die Reha

In der Regel stehen beim Einsetzen einer Knieprothese drei Ärzte am Tisch, unterstützt von OP-Schwestern. Bevor es jedoch so weit ist, gibt es eine Menge Vorbereitungen, die Arzt und Patient miteinander gehen müssen. So findet unter anderem eine Computerplanung im Krankenhaus statt. Dabei wird genau vermessen, wie das künftige Kniegelenk im Bein liegen muss. Dem Patienten kann es in einer 2-D-Darstellung gezeigt werden. Nach der OP ist der Patient sofort mobil, muss das Bett verlassen und das Knie belasten.

Bevor die Patienten von der Klinik in die Anschlussheilbehandlung, also in die Reha, wechseln, verabschiedet sich Chefarzt Krüger mit einem „Auf Wiedersehen“, wohlwissend, dass er sie wahrscheinlich wirklich wiedersieht. Ist ein Knie schwer geschädigt, ist es meist auch bald das andere. „Und wenn die Patienten mit uns zufrieden waren, kommen sie auch wieder“, so die Erfahrungen des Chefarztes. Zudem rät er den Patienten: „Bleiben Sie in Bewegung.“

Von Ditmar Wohlgemuth

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