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Kolmationsschicht weg – Sorgen weg

Kolmationsschicht weg – Sorgen weg

Die Kolmationsschicht im Lober beseitigen und ein Großteil der Vernässungsprobleme in der Stadt und den Randgebieten ist nahezu beseitigt. Auf diesen Nenner lässt sich die Darstellung des Abteilungsleiters Planung Mitteldeutschland des Bergbausanierers LMBV, Bernd-Stephan Tienz, bringen.

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Diskussion am Rande der Stadtratssitzung zum Loberausbau.

Quelle: Manfred Lüttich

Kreisgebiet. So neu war das alles nicht, worüber er am Donnerstagabend im Stadtrat informierte. Die ersten hydrogeologischen Berechungen zu den Folgen des Grundwasserwiederanstiegs (GWWA) datieren aus dem Jahr 2001. „Wir beschäftigen uns bereits seit Jahren damit“, betonte Tienz. Er verlor sich auch nicht lange in Details, sondern gab einen groben Überblick über die geplanten Maßnahmen zum Loberausbaus und dem Entfernen der sogenannten Kolmationsschicht. Letztere wirke wie eine Staudamm, der keine Verbindung des Loberwassers zum flurnahe Grundwasserleiter zulasse.„Eine Verbindung ist üblich und normal“, so Tienz. Dies könne man schon in den Schulbüchern nachlesen. Dass diese Sedimentablagerungen im Lober Ursache für zahlreiche Vernässungen in Stadtgebiet und darüber hinaus in Werben sind, will die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) unter anderem mit Pumpversuchen im Jahr 2006 entdeckt haben. In den folgenden Jahren seien weitere hydrogeologische Modelle entstanden, die auf viele Betroffenheiten hinwiesen. Umfangreiche Vermessungen von Bausubstanz in Delitzsch habe es 2004 gegeben, um Kellertiefpunkte zu bestimmen, da diese bislang nicht vorlagen. Zu diesem Zeitpunkt hätten 243 Gebäude auf der Betroffenheitsliste gestanden. Mit der Vorzugsvariante eins zur Gefahrenabwehr – dem Loberausbau – habe sich die Zahl auf 25 Objekte reduziert. 2008 habe sich bei Vergleichen ergeben, dass weitere 489 Gebäuden gefährdet seien. Im Klartext: Der prognostizierte Grundwasserstand liegt höher als 50 Zentimeter unter der Kellerunterkante. Das Haus stünde damit quasi im Wasser. Mit der geplanten Komplexmaßnahme würden lediglich noch 88 Gebäude übrig bleiben. Diesen Eigentümern würde dann eine Einzellösung vorgeschlagen. Zum Teil seien diese bereits umgesetzt.Informationen zum zeitlichen Ablauf konzentrierten sich auf die bis Ende Februar zu realisierenden Baumfällungen. Aus Naturschutzgründen ist das nur bis dahin möglich. Die Zeit drängt, um alle bauvorbereitenden Arbeiten zu erledigen. LMBV-Mitarbeiter und Projektleiter Hartmut Immisch offerierte neue Zahlen zu den betroffenen Bäumen. Nicht über 800, so wie ursprünglich vorgesehen und von Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) nachgefragt, sondern noch 484 Bäume mit einem Stammumfang von zehn bis 140 Zentimeter müssen für die Baumaßnahme fallen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung musste der Antragsteller, die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates, als auch der Projektträger, die LMBV, nicht durchführen. Diese Entscheidung fiel das damalige Regierungspräsidium Leipzig 2008. „Wir wollen die Eingriffe in die Natur weiter minimieren“, so Immisch. Ersatzpflanzungen seien vorgesehen, diese könnten aber nicht wieder auf den ursprünglichen Grundstücken erfolgen, „weil es die Eigentümer ausdrücklich nicht wünschen“. Deshalb sei in Schenkenberg eine Fläche dafür erworben worden.

Ditmar Wohlgemuth

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