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Delitzsch Kreiswerke produzieren 6000 Tonnen Kompost mit Gütesiegel in Lissa
Region Delitzsch Kreiswerke produzieren 6000 Tonnen Kompost mit Gütesiegel in Lissa
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22:20 17.08.2015
Eine Maschine siebt den Kompost, der zuvor in hohen Mieten (Bildhintergrund) gelagert wurde, durch, filtert Fremdstoffe heraus. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Lissa

Daraus entstehen im Laufe von sechs bis acht Monaten etwa 6000 Tonnen hochwertiger Kompost mit Gütesiegel. "Hauptabnehmer sind neben Privatpersonen vor allem die Landwirtschaft", weiß Wertstoffhof-Chefin Kerstin Sattler.

Die Anlieferung des Materials erfolgt in Lissa zentral und kommt aus vier weiteren Wertstoffhöfen dort zusammen. Es wird mit Containerfahrzeugen aus Taucha, Spröda, Bad Düben und Radefeld angeliefert. "Wer nicht selbst kompostieren will oder nicht den Platz hat, der nutzt die Möglichkeit gern, um Gartenabfälle so zu entsorgen", berichtete Kerstin Sattler. Wenn es besondere Stoßzeiten in der Anlieferung gibt, dann ist es der Sonnabend, hieß es. Eben dann, wenn die Leute Zeit haben. Für Abfallgebührenzahler des Altlandkreises Delitzsch sind die Anlieferungen kostenlos. Sie müssen sich aber auch als solche ausweisen können. Dafür reicht ein Ausweis, aus dem die Wohnanschrift hervorgeht, oder auch der gedruckte Abfallgebührenbescheid. Mit dem muss sich der Anlieferer beim Personal vor Ort ausweisen. Wer das nicht kann, muss für die Anlieferung bezahlen. Das trifft insbesondere für die Anlieferer aus dem Leipziger Raum, aber auch aus Sachsen-Anhalt zu. Sie machen aber nur etwa fünf Prozent aus. In Lissa werden die Gartenabfälle und der Grünschnitt nach der Anlieferung grob sortiert. Größere Äste werden extra gelagert und später mit anderem Holz thermisch verwertet. Der Rest wird geschreddert, in großen Mieten gelagert, um dann über mehrere Monate zu verrotten. Mehrfach werden sie umgesetzt. Wann der Kompost schließlich "reif" ist, wird nach regelmäßigen Temperaturkontrollen entschieden. Die Kreiswerke Delitzsch GmbH, ihr gehört der Wertstoffhof und die Kompostieranlage, lässt das Erzeugnis freiwillig einer neutralen Güteüberwachsung unterziehen. Ebenso regelmäßig erfolgt die Kontrolle des Qualitätsstandards. Der Kompost der KWD trägt seit 1997 das RAL-Gütezeichen der Bundesgütegemeinschaft.

Der dann fertige Kompost wird maschinell gesiebt, von Fremdkörpern wie Folien oder Steinen befreit. Die dafür bereitstehende Maschine ist allerdings in die Jahre gekommen und soll in den kommenden Monaten ersetzt werden. Die feine, fast schwarze Erde transportiert ein Radlader auf die dafür vorgesehenen Flächen. Von dort aus erfolgt dann auch der Verkauf. Die Landwirtschaft greift gern darauf zurück, weil es ein Vollwertdünger mit allen relevanten Bodennährstoffen ist. Der Aufwand, um Kompost in dieser Qualität zu gewinnen, sei relativ hoch, rechne sich aber bei der hergestellten großen Menge. Der Bedarf sei nach wie vor vorhanden und könne derzeit gedeckt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.08.2015
Ditmar Wohlgemuth

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