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Delitzsch Krensitz hofft auf mehr junge Familien
Region Delitzsch Krensitz hofft auf mehr junge Familien
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10:28 09.03.2017
Ralf Kleeberg hat in Krensitz ein Treppenbauunternehmen aufgebaut. Adolf Tuchscherer (hinten links) und Elke Fromm sind im Seniorenverein aktiv. Quelle: Thomas Steingen
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Krensitz

 Was ist eigentlich los auf dem Lande? Was wird geredet im Dorf? Was bewegt die Menschen? Die LVZ-Serie „Unterwegs in ...“ zeigt es.

Der Krostitzer Ortsteil Krensitz war bis 1994 eine selbstständige Gemeinde. Heute leben in dem Dorf 193 Menschen. Und was den Ort auszeichnet, ist, dass er für seine Größe so einiges zu bieten. Durch ihn führt nicht nur die Bundesstraße 2, die am Ende des Dorfes von der Bahnstrecke Halle-Eilenburg gequert wird. So existiert in Krensitz auch eine Bahnstation. Busverbindungen führen nach Bad Düben, Krostitz, Delitzsch, Eilenburg und Leipzig. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in den kleinen Ort auch relativ viele Gewerbetreibende und Betriebe. So leben und arbeiten Menschen gern hier. Wie der 38-jährige Nicky Funke aus Krostitz. Er hat im Transportunternehmen und Mietwagenservice von Thomas Becker 2013 eine Anstellung als Speditionskaufmann gefunden. „Hier habe ich eine ideale Arbeit. Der Job ist zwar stressig, aber dafür vergeht die Zeit sehr schnell“, erzählt er.

LVZ-Serie "Unterwegs in..."

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Zentral gelegener Standort

Die Firma Aqua Air Adsorbens, ein innovatives mittelständiges Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich Aktivkohle und deren Anwendung, hat sich um die Jahrtausendwende in Krensitz angesiedelt und dort ihren Stammsitz aufgebaut. „Wir sind bundesweit tätig. Für uns liegt Krensitz zentral, deshalb ist es ein guter Standort“, erklärt der Technische Leiter Michael Modrow.

Tischlermeister Ralf Kleeberg lebt schon immer in Krensitz. Hier hat er sich nach der Wende mit seiner Frau Silke seinen Wunsch nach Selbstständigkeit erfüllt. Sein 17-köpfiges Team stellt Holztreppen her. „Ich bin hier glücklich, mir fehlt nichts. Das Geschäft läuft und ich habe Platz zum Produzieren, ohne jemanden zu stören“, schildert der 53-jährige Unternehmer, der seinen Heimatort im Gemeinderat vertritt. Ein Auto brauche es aber, ergänzt Ehegattin Silke. Doch nach Krostitz, wo praktisch alles vorhanden sei, ist es nur ein Katzensprung. Dennoch gebe es in Krensitz relativ viel, bestätigt Ortschronist Adolf Tuchscherer. „Im Bürgerhaus hat sich ein Friseur eingemietet, wir haben eine Rechtsanwaltskanzlei im Ort und ich habe gehört, dass auch ein Arzt mit dem Gedanken spielt, sich hier niederzulassen“, zählt er auf. Eigentlich fehle nur ein Laden. Dafür fahren zwei Bäcker von außerhalb das Dorf regelmäßig an. Schön wäre es, wenn noch ein paar junge Leute herziehen würden, wünscht sich nicht nur der Ortschronist.

Aktive Senioren

Im Bürgerhaus treffen sich regelmäßig die 26 Mitglieder der Krensitzer Ortsgruppe des Krostitzer Seniorenvereins . Auch die Frauensportgruppe des Vereins trainiert dort jeden Dienstag unter Leitung von Elke Fromm. „Wir Senioren unternehmen aber auch Ausflüge und Tagesfahrten oder besuchen Theateraufführungen, so Tuchscherer. Nicht wegzudenken sei auch die Ortsfeuerwehr, die für das Dorffest und das Osterfeuer verantwortlich zeichnet.

Von Thomas Steingen

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