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Delitzsch Kreuma besiegt das Binnenhochwasser
Region Delitzsch Kreuma besiegt das Binnenhochwasser
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18:12 10.08.2010
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Kreuma

Immer wieder mussten Hausbesitzer im Bereich des Mühlweges ihr Hab und Gut schützen oder Schäden beseitigen – allein im Februar und März 2006 dreimal hintereinander binnen weniger Wochen. Fachleute sprechen von sogenannten Binnenhochwässern.

Die gravierenden Überflutungen 2006 waren allerdings der entscheidende Anlass für die Gemeinde, die Gefahrenstelle zu entschärfen. Sie befindet sich direkt am Anfang des Kreumaer Grabens, der als Entwässerungsrinne durch Biesen nach Zschortau und dort in den Lober führt. Dem Graben fehlte es auf seinen ersten Metern lange Zeit an Querschnitt und Gefälle – er konnte das Oberflächenwasser deshalb nur ungenügend aufnehmen. Inzwischen hat sich die Situation vor Ort deutlich verändert. Der Graben ist saniert beziehungsweise verlängert worden,

55 Meter Rückhaltedämme wurden geschaffen oder wiederhergestellt. Außerdem wurde der Durchlass unter dem Mühlweg erneuert. Der gemauerte Tunnel war längst zusammengebrochen, ließ keine größeren Wassermengen mehr durch. Nun steckt ein breites Stahlbetonrohr unter der Straße. Dafür musste der Mühlweg teilweise aufgebrochen und wieder geschlossen werden.

Die gesamte Maßnahme kostete rund 50 000 Euro und wurde etwa zur Hälfte durch Fördermittel der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen finanziert. Das Leader-Programm machte es möglich. „Der Bauauftrag ist an die Firma TAF Service-Bau Zschölkau gegangen“, berichtet der Rackwitzer Bauamtsleiter Sieghart Handke. Im Frühjahr begannen die Arbeiten, seit einigen Wochen ist das Projekt abgeschlossen.

„Für die Anwohner und Gewerbetreibenden vor Ort ist die Maßnahme eine große Erleichterung“, schätzt Handke ein. Und zeigt noch einmal Fotos aus dem Jahr 2006, als ein Grundstück direkt am Feldrand von den Eigentümern eilends mit Sandsäcken geschützt werden musste. „Es waren insgesamt rund 30 Haushalte von den Überflutungen betroffen, aber auch drei Gewerbebetriebe, das Bürgerhaus sowie ein Landwirtschaftsbetrieb“, schildert der Bauamtsleiter. Hinzu kämen ökologische Effekte: Die Bodenstruktur der Anbauflächen verbessere sich, wenn sie nicht mehr überflutet wird.

Kay Wuerker

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