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Delitzsch Krimis, Sachbücher oder Klassiker: Felix Riedel schafft Durchblick für die Leser
Region Delitzsch Krimis, Sachbücher oder Klassiker: Felix Riedel schafft Durchblick für die Leser
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14:00 30.12.2016
Ein Schreibtisch mitten unter Büchern: Felix Riedels Arbeitsplatz steht im Erdgeschoss gleich neben dem Bereich für die jungen Leser. Der Kinderbereich laufe am besten und bekommt bald mehr Raum unter dem Dach der Bibliothek. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Wer in Stadtbibliothek entliehene Bücher zurückbringt, blickt vielleicht in sein junges Gesicht: Der 22-jährige Felix Riedel aus Schkeuditz pendelt seit drei Monaten in die Loberstadt. Hinter der Theke ist er wie der Rest des Teams „Ansprechpartner für alles“. Riedel studiert Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) in Leipzig. Als Mann ist er dort in der Minderheit: Er schätzt, zirka 70 Prozent seiner Kommilitonen sind weiblich. Im Fach gelandet sei er durch die Berufsberatung. Die Tests bei der Arbeitsagentur empfahlen ihm Studienfächer mit der Nähe zu Büchern. Statt Buchhandel oder Verlagswirtschaft dachte er, das Bibliothekswesen könnte besser zu ihm passen.

Ein halbes Jahr Praxis in Delitzsch

Zum Studium gehört auch ein Praxissemester, für das er von Oktober bis März in Delitzsch arbeitet. „Ich wollte mein Praktikum gern in einer Stadtbibliothek machen, weil ich denke, das ist die Richtung, in die ich möchte“, sagt er. Obwohl die Studenten in dieser Zeit unentgeltlich arbeiten, sei es schwierig gewesen, einen Praktikumsplatz zu ergattern. „Die Bibliotheken heute haben alle mit Personalknappheit zu kämpfen. Man muss auch immer etwas Arbeit investieren in jeden Praktikanten. Er soll ja nicht unseren Arbeitsplatz erleichtern, er soll ja auch was lernen“, sagt Bibliotheksleiterin Anett Hacker. Trotzdem genügte in Delitzsch ein Anruf. Im Moment muss man auch da mit dem Personal haushalten, krankheitsbedingt allerdings.

Umzug der Kinderbuchsektion geplant

Daher wartet auch die Kinderliteratur noch darauf, aus dem Erdgeschoss unter das Dach zu ziehen. Eine Aufgabe, der sich der Praktikant noch im Frühjahr mit stellen soll. Er ist in alle Arbeitsprozesse eingebunden: Ausgeliehene Bücher stellt er wieder ins Regal, er erfasst neue Bücher, erledigt Botengänge. Oder er steht an der Theke der Ausleihe und beantwortet Fragen, sucht Titel und empfiehlt Bücher. Er sei froh, dass es hier geklappt habe. „Die Kollegen sind sehr nett, die Arbeit macht mir Spaß.“ Die Zeit hier bestätige ihm auch, dass er den richtigen Berufsweg eingeschlagen habe. Privat lese er auch gern: „Meine Regale platzen aus allen Nähten.“ Gerade widmet er sich Josef Haslingers „Opernball“. Der Autor war im November für eine Lesung in der Bibliothek und trug sich auch in das Goldene Buch der Stadt ein.

Von Manuel Niemann

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