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Delitzsch Krostitz bekennt sich zur Einzügigkeit der Oberschule im Ausnahmefall
Region Delitzsch Krostitz bekennt sich zur Einzügigkeit der Oberschule im Ausnahmefall
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14:00 23.10.2016
In den zurückliegenden Jahren hat sich die Oberschule Krostitz nicht nur äußerlich verändert. Die Gemeinde Krostitz investierte in Größenordnungen. Quelle: Thomas Steingen
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Krostitz

In der Oberschule Krostitz wird pro Klassenstufe in zwei Klassen unterrichtet. Bisher erreichte die Bildungseinrichtung immer die dazu notwendigen 40 Schüler. Jetzt hat der Gemeinderat einen Beschluss gefasst, dass im Ausnahmefall eine Klassenstufe nur mit einer Klasse bei mindestens 25 Schülern besetzt werden kann. Mit diesem Beschluss will die Gemeinde den Bestand der Oberschule auf Dauer sicherstellen. Nur dann bestätigt das sächsische Kultusministerium das öffentliche Bedürfnis für die Schule. Das wiederum ist eine Voraussetzung zur Bewilligung von Fördermitteln. Diese besitzen in der Regel eine Zweckbindungsfrist von zehn Jahren. Das heißt, in dieser Zeit muss auch der Bestand der Schule gegeben sein.

Energetische Sanierung geplant

Krostitz plant in der Oberschule auch künftig Investitionen. Unter anderem steht die energetische Sanierung der zur Schule gehörenden Sporthalle auf der Agenda. Dafür will die Kommune Fördermittel beantragen. Nur wenn der Bestand der Schule nachgewiesen ist, kann sie auf Zuschüsse hoffen.

Laut Schulleiterin Katrin Dudek hat die Bildungsstätte derzeit keine Bestandssorgen. Die Mindestschülerzahlen und somit die Zweizügigkeit seien gesichert. Aufgrund der Geburtenzahlen könnte es aber in ein paar Jahren einmal eng werden. Jüngste Erfahrungen der Schulleiterin besagen jedoch, dass durch Zuzüge im Verlaufe eines Unterrichtsjahres immer neue Schüler hinzukämen. Sodass ihr um die Schule nicht bange ist.

Positives Votum der Schulkonferenz

In Sachsen wird derzeit an einem neuen Schulgesetz gearbeitet. Politischer Wille ist es, keine Schulen mehr zu schließen. Nach bisherigen Informationen soll im Gesetz verankert werden, dass es möglich wird, eine Klassenstufe auch einzügig zu bilden. Weil aber nicht absehbar ist, wann das neue Schulgesetz in Kraft treten wird, will der Gemeinderat mit seinem Beschluss die Einzügigkeit im Ausnahmefall legitimieren. Der Beschluss ist bis zum Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes befristet. Im Vorfeld hatten bereits der Elternrat und die Schulkonferenz in gleicher Sache positiv votiert.

Von Thomas Steingen

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