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Delitzsch Krostitzer Bibliothek im Umzugsstress
Region Delitzsch Krostitzer Bibliothek im Umzugsstress
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16:26 19.05.2015
Mit vereinten Kräften wird die Gemeindebibliothek an der Mittelschule Krostitz ausgeräumt. Sie zieht in die Turnerstraße um. Quelle: Thomas Steingen

In das Vorhaben integriert ist das Gebäude, in dem sich bisher die Gemeindebibliothek befand. Aus diesem Grund muss die Bücherei mit ihren 14 000 Büchern, DVDs und anderen Medien in die etwa einen Kilometer entfernte Begegnungsstätte in der Turnerstraße umziehen. Seit Montag wird nun fleißig geräumt.

Wie lange die Bibliothek deshalb geschlossen bleiben wird, das kann Leiterin Kerstin Kubitza noch nicht genau sagen. "Ich möchte aber so schnell wie möglich am neuen Standort wieder öffnen", sagt sie mitten im Umzugsstress. Seit 1985 gibt es die Bibliothek in Krostitz. Zunächst in der Körnerstraße angesiedelt, zog sie 1991 auf das Gelände der Mittelschule um. Das kleine Gebäude war ursprünglich als Heizhaus gedacht, wurde aber mit dem Einbau einer modernen Heizung plötzlich nicht mehr als solches benötigt. So richtete sich Kerstin Kubitza mit der Bibliothek darin ein.

Wie die Büchereichefin erzählt, war der Standort unmittelbar neben dem Schulgebäude gerade für die Mittelschüler ideal, die nach dem Unterricht oder zwischendurch geradewegs in die Bücherei gelangten. Einige Schüler würden den Umzug deshalb bedauern, berichtet sie. So habe zu ihr eine Viertklässlerin mit traurigem Gesichtsausdruck gesagt: "Jetzt, da ich an die Mittelschule komme, zieht ihr weg."

In der Turnerstraße 11, rund einen Kilometer weiter, verbessern sich aber insgesamt die Bedingungen für die Einrichtung. "Dort liegen wir zentral im Ort und haben auch einen größeren Raum zur Verfügung." Das ist wiederum für die Erwachsenen, sie bilden die Mehrheit der rund 1000 eingetragenen Leser, ein günstiger Anlaufpunkt.

Natürlich möchte Kerstin Kubitza auch weiterhin die Grund- und Mittelschüler regelmäßig bei sich begrüßen, denn die Einrichtung will sich wie bisher intensiv in die Leseförderung einbringen. In Zusammenarbeit mit den Schulen will Kerstin Kubitza deshalb verschiedene Veranstaltungen in der Turnerstraße organisieren.

Doch derzeit muss erst der Umzug bewältigt werden. Unterstützung erhält Kerstin Kubitza dabei von Sylvia Rudolph, Anita Winke und Boris Latz vom Bauhof der Gemeinde sowie einer Leserin, die auf freiwilliger Basis mit anpackt. Zudem kümmert sich Mittelschülerin Helene Tandler in der Aktion "sozial genial" um den Bestand am neuen Standort.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2013

Thomas Steingen

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