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Krostitzer Brauerei erhält neue Flaschenfüll- und Etikettiermaschine

Modernisierung Krostitzer Brauerei erhält neue Flaschenfüll- und Etikettiermaschine

Die Krostitzer Brauerei hat seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. Weil sie sich mit der Bierproduktion einer Grenze nähert, ist ein neues Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz erforderlich. Aber auch technisch rüstet die Brauerei auf. Im Oktober wird in Krostitz eine neue Flaschenfüllmaschine eingebaut.

In der Krostitzer Brauerei wird derzeit die Erneuerung alter Maschinen vorbereitet. Anlagenfahrer René Schneider an der Etikettiermaschine, die durch eine modernere ersetzt werden soll.

Quelle: Wolfgang Sens

Krostitz. Die Krostitzer Brauerei ist weiterhin auf Wachstumskurs und plant auch in den kommenden Jahren eine Produktionssteigerung. Seit dem Start unserer Werbekampagne „Wahre Helden“ wächst die Marke Ur-Krostitzer jährlich zweistellig“, sagt Ines Zekert, Sprecherin des Unternehmens. Einher ging die Kampagne mit der Einführung neuer Etiketten für Pils und Schwarzbier sowie neuer Bierkästen.

Als Brauerei unterliegen die Krostitzer der Bundesimmissionsschutzverordnung. „Mit unserem Wachstum haben wir eine Produktionsmenge erreicht, die jetzt ein neues Bundesimmissionsschutz-Verfahren notwendig macht. Dieses läuft derzeit“, sagt der Krostitzer Betriebsleiter Sascha Marre. Endet das Verfahren für die Brauerei positiv, steht einer Produktionserhöhung nichts mehr im Wege. In diesem Fall stellt der Betriebsleiter auch die Schaffung weiterer Arbeitsplätze in Aussicht. Die Gemeinde Krostitz hat im Verfahren bereits eine positive Stellungnahme abgegeben.

Mehr Lager- und Gärkapazität

Möglich ist diese positive Entwicklung, weil seit den 1990er-Jahren in die Brauerei massiv investiert wird. Zekert spricht von einer Größenordnung in Höhe von rund 90 Millionen Euro seit der Wende. So wurde mit zusätzlichen und größeren Anlagen mehr Lager- und Gärkapazität geschaffen. 1996 hat die Brauerei eine neue Abfüllanlage erhalten. Die ist nun aber auch schon wieder 21 Jahre alt. Marre zählt drei Punkte auf, die bei den Investitionen im Vordergrund stehen: Umweltbelange, mehr Effizienz und Modernisierung.

Mehr Effizienz erzielt die Brauerei beispielsweise mit dem 2013 in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerk. Mit diesem kann der Betrieb nicht nur rund 45 Prozent seines Strombedarfs decken, sondern auch die entstehende Wärme für die Flaschenreinigung und andere Produktionsprozesse nutzen. Weil der alte Dampfkessel aus dem Jahr 1980, der unter anderem die Flaschenreinigungsanlage versorgte, ersetzt werden musste, „haben wir uns damals entschieden, ein neues nachhaltiges Konzept der Kraftwärmekopplungssysteme einzuführen. Damit können wir sowohl ökologische als auch ökonomische Effekte erzielen und für eine positive Energiebilanz sorgen“, so Marre.

Mit dem Bau einer neuen, klimatisierten Lagerhalle, hat die Brauerei im Jahr 2014 die Voraussetzung geschaffen, Verkaufsspitzen besser abdecken zu können. In der Halle finden auf 1000 Quadratmeter Fläche 88 000 Kästen Bier Platz. Das entspricht in etwa der Produktion von drei Tagen.

Effizientere Maschinen

Der Wachstumskurs stellt die Krostitzer Brauer aber auch vor neue Herausforderungen bezüglich der Anlagentechnik. Deshalb ist 2015 begonnen worden, neue Maschinen für die Mehrwegabfüllanlage zu installieren. Dank der neuen Flaschenreinigungsmaschine und ihrer Energierückgewinnungssysteme können wir pro Sekunde bis zu 14 Mehrwegflaschen besonders energiesparend und damit Ressourcen schonend abfüllen“, sagt Marre. Eine neue, nach hygienischen Punkten konstruierte Flaschentransportanlage verbindet die Flaschenreinigungsmaschine mit einem der modernsten Leerflascheninspektoren. Dieser kontrolliert die Flaschen unter anderem nach Sauberkeit und Zustand, denn nach zirka 30 Durchläufen muss eine Mehrwegflasche durch eine neue ersetzt werden.

In den nächsten Tagen erhält die Brauerei noch eine neue Flaschenfüll- und eine neue Etikettiermaschine. Während des Ein- und Ausbaus der Maschinen muss das in Krostitz gebraute Bier dann wieder wie schon 2015 mit Tanklastzügen zum Abfüllen nach Leipzig gefahren werden.

Von Thomas Steingen

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