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Delitzsch Krostitzer Brauerei ist auf Energie-Sparkurs
Region Delitzsch Krostitzer Brauerei ist auf Energie-Sparkurs
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17:16 19.05.2015
Mit einem Glas Bier zum Anstoßen in der Hand drücken Sascha Marre, Michael Czupalla, Wolfgang Welter, Bernd Merbitz und Wolfgang Frauendorf (von links) symbolisch auf den Startknopf. Quelle: Alexander Bley

Zum Geburtstag des Bieres, mit dem an die Verkündung des deutschen Reinheitsgebotes im Jahr 1516 erinnert wird, machten sich die Krostitzer Brauer somit selbst ein passendes Geschenk. Und gefeiert wurde gestern in Krostitz natürlich auch, denn Brauereichef Wolfgang Welter und Betriebsleiter Sascha Marre hatten die Mitarbeiter zu einer Besichtigung der neuen Anlage und einer anschließenden Grillparty eingeladen.

Doch bevor die Fete steigen konnte, nahmen Welter und Marre gemeinsam mit Landrat Michael Czupalla (CDU), Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) und dem Leiter der Polizeidirektion Leipzig, Bernd Merbitz, das neue Blockheizkraftwerk mit einem symbolischen Knopfdruck offiziell in Betrieb. Laut Wolfgang Welter befindet sich die Brauerei seit einigen Jahren auf Wachstumskurs. Ihr gehe es also gut und nur so seien Investitionen wie die Errichtung des BHKW machbar.

Anfang 2012 zeichnete sich ab, das der alte Dampfkessel aus dem Jahr 1980, der unter anderem die Flaschenreinigungsanlage versorgte, ersetzt werden musste. "Wir haben uns entschieden, nicht nur den Kessel zu ersetzen, sondern auch ein neues nachhaltiges Konzept der Kraftwärmekopplungssysteme einzuführen. Damit können wir sowohl ökologische als auch ökonomische Effekte erzielen und für eine positive Energiebilanz sorgen", so der Brauereichef.

Mit dem Bau des BHKW wurde die Energiezentrale vom Rand in die Mitte der Brauerei verlegt. "Damit verkürzen wir die Stecken zu den Verbrauchern und haben weniger Wärmeverluste", erklärte Betriebsleiter Marre. Das BHKW wird von einem Acht-Zylinder-Gasmotor (Leistung 530 PS) angetrieben. Die elektrische Leistung des BHKW beträgt 400 und die Wärmeleistung 425 Kilowatt. Umfangreiche Schallschutzmaßnahmen sorgen für eine Lärmminderung nach außen. Ein neuer 25 Meter hoher Schornstein ersetzt den alten, der nun nur noch als Antennenträger für Mobilfunk dient.

Der Krostitzer Bürgermeister Wolfgang Frauendorf bezeichnete den Bau des Blockheizkraftwerkes als einen zukunftsorientierten Schritt. "Hier wird nicht nur über Klima und Umwelt gesprochen, sondern entsprechend gehandelt", sagte das Gemeindeoberhaupt. Der nordsächsische Landrat Michael Czupalla würdigte die 1,2 Millionen Euro teure Investition als ein Beispiel der guten Zusammenarbeit mit den Behörden. "Alle erforderlichen Unterlagen wurden in einer Qualität eingereicht, an der sich andere Firmen im Landkreis ein Beispiel nehmen können." Weil die Prüfungen der Behörden ergeben hätten, dass keine nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten seien, "erteilte das Landratsamt am 28. März auch die immissionsschutzrechtliche Genehmigung", so der Landrat weiter.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.04.2013

Thomas Steingen

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