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Delitzsch Krostitzer Bürgermeister nimmt sich mit seiner Gemeinde auch 2018 viel vor
Region Delitzsch Krostitzer Bürgermeister nimmt sich mit seiner Gemeinde auch 2018 viel vor
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00:21 15.01.2018
Wolfgang Frauendorf (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Krostitz. Quelle: privat
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Krostitz

Hinter der Gemeinde Krostitz liegt ein sehr arbeits- und ereignisreiches Jahr, in der sie große Investitionen in Angriff genommen hat. Ähnliches kündigt sich für 2018 an. Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) blickt im Interview zufrieden zurück und erklärt, was in diesem Jahr geplant ist.

Herr Frauendorf, Ihre Gemeinde ist mit der Eröffnung des neuen, zusätzlichen Hortgebäudes gleich mit einem sehr erfreulichen Ereignis ins Jahr gestartet. In Krostitz läuft es also bestens?

Ich denke, Krostitz mit seinen Ortsteilen hat sich zu einer liebenswerten, lebendigen und vielseitigen Gemeinde entwickelt. Die meisten Bürger leben gern hier und die Nachfrage, sich hier niederzulassen, ist groß. Diese Entwicklung ist auch auf unsere sehr gut entwickelte Infrastruktur zurückzuführen.

Der neue Hort ist ein Beispiel dafür?

Ja, denn in unserer Kindereinrichtung sind wir aufgrund der starken Bautätigkeit und der vielen Zuzüge trotz vorausschauender Planung an Grenzen gestoßen. Deshalb freue ich mich, dass wir durch umfangreiche Baumaßnahmen im vorigen Jahr jetzt im Kirchweg 56 Krippen- und 69 Kindergartenkinder aufnehmen können. Im neuen Haus in der Körnerstraße finden zusätzlich 55 Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 8 Jahren Platz.

Was war für Sie 2017 besonders wichtig?

Dass wir mit der Errichtung der neuen Mehrzweckhalle beginnen konnten. Bisher wurden 810 000 Euro verbaut. Mit der Fertigstellung der Halle in diesem Jahr werden sich die gesellschaftlichen und sportlichen Bedingungen für Institutionen, Firmen und Vereine wesentlich verbessern. In seiner nächsten Sitzung wird der Gemeinderat weitere Aufträge für den Bau der Halle vergeben.

Viel Kraft hat meines Wissens auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt Zschölkau gekostet?

Das ist richtig, deshalb bin ich sehr froh, dass die Straße trotz unerwarteter Verzögerungen während des Bauverlaufes im Dezember noch fertig geworden ist. Den Einwohnern von Zschölkau wurde dabei einiges abverlangt. Für ihr Verständnis kann ich mich nur bedanken. Dank gilt aber auch dem Baubetrieb, der Straßen- und Tiefbau GmbH Eilenburg, der immer bemüht war, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Über eine Million Euro, davon knapp 700 000 Euro Fördermittel hat die Gemeinde damit in Zschölkau investiert.

Es laufen aber noch Restarbeiten?

Diese betreffen die Waldstraße, in der Erdkabel für die Stromversorgung verlegt werden und die Straßenbeleuchtung erneuert wird.

Was bleibt noch positiv von 2017 haften?

Viele Dinge: So wurde die Heizungsanlage in der Turnhalle Krostitz energetisch saniert und umgerüstet. Mit einer energetischen Sanierung wurde ebenso im Vereinshaus Hohenossig begonnen. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED konnte zum Beispiel in Priester „Im Wiesengrund“ fortgesetzt werden. Dass Krostitz endlich Fördermittel für die Sanierung des Kriegerdenkmals in Kupsal erhalten hat, war für uns eine besondere Freude. Erwähnenswert ist zudem, dass unser Haushalt ausgeglichen war und die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde auf 94,05 Euro abgebaut werden konnte.

Was bringt das Jahr 2018?

Neben der Fertigstellung der erwähnten Maßnahmen Mehrzweckhalle und Vereinshaus Hohenossig gibt es drei weitere Schwerpunkte zu nennen: Das ist erstens die Abwassererschließung in Mutschlena durch den Abwasserzweckverband Mittlere Mulde Eilenburg und die anschließende Straßensanierung in Regie der Gemeinde, zweitens die brandschutztechnische Sanierung der Grundschule in Krostitz mit der Errichtung eines zweiten Fluchtweges und einer Behindertentoilette sowie die komplette Innensanierung im Haus B der Oberschule und drittens der Ersatzneubau der Brücke in der Parkstraße, für den rund 170 000 Euro veranschlagt sind. Außerdem wird in Priester das Feuerwehrgerätehaus erweitert und umgebaut.

Und wie geht es persönlich weiter? Sie feiern in diesem Jahr 67. Geburtstag. Denken Sie ans Aufhören?

Diesbezüglich habe ich klare Vorstellungen.

Und wie sehen diese aus?

Das behalte ich vorerst noch für mich.

Interview: Thomas Steingen

Von Thomas Steingen

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