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Delitzsch Krostitzer SPD-Ortsverein kritisiert Behandlung der Kletzener Kleingärtner
Region Delitzsch Krostitzer SPD-Ortsverein kritisiert Behandlung der Kletzener Kleingärtner
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16:01 27.04.2018
Ortseingangsschild Krostitz. Quelle: Thomas Steingen
Kletzen

In der Diskussion um die Umwandlung von Gärten im Krostitzer Ortsteil Kletzen zu Bauland macht sich der SPD-Ortsverein für die Kleingärtner stark. „Das bedeutet, dass zahlreiche langjährige Pächter ihre seit Jahrzehnten gehegten und gepflegten Gärten aufgeben müssen. Einige haben noch im vergangenen Jahr Geld und Zeit für Sanierungsarbeiten an ihren Lauben investiert“, so die Ortsgruppe in einer Pressemitteilung. Denn im Dezember 2017 war im Gemeinderat Krostitz der neue Flächennutzungsplan diskutiert worden. Und dieser soll neue Flächen für Wohnbebauung ausweisen, so auch an der „Alten Salzstraße“ in Kletzen.

Bisher keine Gespräche

Im Dezember-Ortschaftsrat Kletzen hatte das Thema bereits für großen Unmut und Diskussionen gesorgt. „Seitens der Gemeinde Krostitz wurde mit den Gartenpächtern, die Einwände erhoben hatten, bisher noch immer nicht, wie in der Gemeinderatssitzung im März zugesagt, über einvernehmliche Lösungen gesprochen“, kritisiert SPD-Ortschaftsrat Dirk Schneider. „Das ist keine Art und Weise, wie Bürgermeister Frauendorf mit den Bürgern von Kletzen umgeht. Es kann nicht sein, dass die Pächter aus der Zeitung erfahren, dass sie ihre Gärten abgeben müssen. Es hätten vorher Gespräche geführt werden müssen.“ Das sei weder transparent noch fair und führe schon jetzt zu Konflikten zwischen Gartenpächtern und Interessenten fürs Bauland. Die Absicht hätte längerfristig angekündigt werden müssen, dann hätte es sicher auch Alternativlösungen gegeben.

Einwände gegen Wohngebiet

Es lägen anders als von Bürgermeister Wolfgang Frauendorf in der Ratssitzung berichtet sehr wohl mehrere Einwände von Bürgern gegen das Wohngebiet „Alte Salzstraße“ in Kletzen vor. „Der Gemeinderat hat das Vorhaben zunächst auf Eis gelegt, um die zugesagten Gespräche zu führen. Den Eigenheimbauern, denen von Bürgermeister Frauendorf bereits ohne rechtliche Grundlage Versprechungen gemacht wurden, dürfte daher eigentlich noch kein grünes Licht gegeben werden“, so der Vorwurf. Auch SPD-Gemeinderätin Liane Deicke reagiert verärgert: „Das Grundproblem ist, dass in solchen grundlegenden Fragen wie der Planung eines Wohngebietes oftmals nur kurzfristig und spontan entschieden wird.“

Von lis

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