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Delitzsch Kulturerbe "Genossenschaftsidee"
Region Delitzsch Kulturerbe "Genossenschaftsidee"
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22:16 08.10.2013
Dresden/Delitzsch

Dies geschah in den Landeshauptstädten Dresden und Mainz. Manfred Wilde sprach in Dresden zu den Anwesenden und stellte das Projekt vor.

Es war die Auftaktveranstaltung, um öffentlich auf diesen Projektvorschlag aufmerksam zu machen. Beide Gesellschaften haben es sich zur Aufgabe gemacht, Erbe und Auftrag der großen Genossenschaftsgründer zu erhalten, weiter zu entwickeln und weiter zu geben. "Die Aufnahme der Genossenschaftsidee als Immaterielles Kulturerbe der Unesco wäre eine großartige Fortsetzung der Würdigung der Genossenschaften durch die internationale Gemeinschaft, nachdem bereits die UNO das Jahr 2012 zum Jahr der Genossenschaften ausgerufen hatte", erklärte Wilde, Vorstand der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft.

Die Genossenschaftsidee von Hermann Schulze-Delitzsch, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Mitstreitern wie Victor Aimé Huber, Wilhelm Haas und anderen hat sich über Deutschland hinaus weltweit bewährt und beweist ihre ungebrochene Kraft, heißt es in einer Pressemitteilung der Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft. "Ein sichtbarer Beweis sind die über 900 000 Genossenschaften in mehr als 100 Ländern mit über 800 Millionen Mitgliedern. Das sind mehr Mitglieder als beim Weltfußballverband Fifa, der mit 207 Mitgliedsverbänden 265 Millionen Mitglieder zählt", so Axel Viehweger, Vorstand der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft. In Deutschland sind 20 Millionen Menschen Mitglied einer Genossenschaft. Das ist jeder vierter Bundesbürger. 780 000 Mitarbeiter sind in genossenschaftlichen Unternehmen angestellt. "Diese enorme Gewichtung ist in der Bevölkerung oftmals nicht bekannt", erläuterte Viehweger.

Die Initiatoren haben Unterstützerurkunden entwickelt. Vertreter beispielsweise aus Genossenschaften, Sozialverbänden und Kirchen sollen nun mit ihrer Unterschrift das Projekt unterstützen. Die Urkunden sind in der Post.

Bis 30. November können Bewerbungen eingereicht werden. Bis zu diesem Termin will auch Delitzsch die Anträge ausgefüllt und das Gesamtpaket mit den Urkunden zum Einreichen geschnürt haben.

Nach dieser ersten Ausschreibungsrunde in Deutschland trifft jedes Bundesland eine Vorauswahl für die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis und übermittelt bis zu zwei Vorschläge an die Kultusministerkonferenz, die wiederum eine maximal 34 Bewerbungen umfassende Vorschlagsliste an die Unesco-Kommission weiterleitet. Wilde sprach gestern Nachmittag auf Anfrage von einer guten Veranstaltung. "Ich glaube, ich konnte vermitteln, was das schützenswerte an der Genossenschaftsidee ist und insbesondere, welche soziale Wirkung davon ausgeht", so Wilde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.10.2013

Frank Pfütze

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