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Delitzsch Kyhna erneut das Mekka für Spargelgourmets
Region Delitzsch Kyhna erneut das Mekka für Spargelgourmets
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00:18 25.05.2017
Heiko May, Kyran Bielig und Christian Bielig (von links) stärkten sich mit einer großen Portion Spargel. Quelle: Alexander Prautzsch
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Kyhna

Taugt ein blasses Stangengemüse, das sich bis zur Ernte in der Erde versteckt und nur eine relativ kurze Saison hat, um gleich an zwei Tagen Hochstimmung zu verbreiten? Wenn es nach dem Gemüsebau Kyhna geht, unbedingt. Bereits zum 17. Mal lud die Firma am Wochenende auf ihr Gelände mitsamt Festhalle zum Spargelhoffest. Jürgen Kopf, der Betriebsleiter, rechnete auch in diesem Jahr mit einem Zulauf von „ein paar Tausend“ Besuchern.

Anbau auf 120 Hektar

Die Hälfte des sächsischen Anbaus stammt von den 120 Hektar, auf denen der darauf spezialisierte Gemüseanbau das Edelgemüse anbaut. Daneben unterhält ddas Unternehmen auf fünf Hektar Erdbeerfelder. Auch in deren Genuss konnten die Hoffestgäste kommen, schon vorab, denn eigentlich beginne deren Ernte erst Anfang Juli, verriet Kopf. Zu Hofpreisen verließen die ersten Körbchen bereits jetzt das Gelände. Hofpreise gab es auch für das „essbare Elfenbein“. Der Spargel ging zum Kilopreis von 8,90 Euro über den Ladentisch, für zwei Kilo waren 13 Euro zu bezahlen, ein ganzes Paket kostete mitsamt einer Flasche Wein 25 Euro.

Die hofeigenen Stände boten zudem Sauce Hollandaise und trockene Weißweine gleich mit an. Daneben fanden sich viele weitere Stände, die das Hofgelände an einen vollwertigen Bauernmarkt erinnern ließen: Mit handgefertigten Körben, Spielzeug, Kleidern und Hüten, aber auch Näh- und Küchenutensilien. Vor allem war Kulinarisches zu entdecken. Tiroler Spezialitäten neben mediterranen Gewürzen, Softeis und Kräppelchen neben Frühkartoffeln, Tomaten und feinem Honig. Passt das zum Spargelfest? „Bei mir kommt an die Spargelsauce immer ein bisschen Honig“, so Imkermeister Hermann Floßfeder. Seit drei Jahren komme er aus Lochwitz in den Wiedemarer Ortsteil und biete seine 40 Honigsorten, 15 Honigweine und Kosmetika an. Sein mit Knoblauch verfeinerter Honig passe aber auch gut zu Salatdressings.

750 Kilogramm Spargel kommen auf die Teller

Das edle Gemüse im Salat war nur eine Variation, die das Delitzscher Restaurant „Zur Schlosswache“ in der Festhalle anbot. Sämtliche Gerichte wurden mit Spargel gereicht. Rico Eichler, Chef des Restaurants, der mit 20 Mitarbeitern vor Ort war, sagte, rund 750 Kilogramm verarbeiteten sie an beiden Festtagen. Mit zirka 250 Portionen zum Schnitzel und 200 zu Schinken seien dies die beliebtesten Gerichte.

Darauf freuten sich am Samstag auch Heiko und Simone Naumann aus Podelwitz. Mit der Spargelschälmaschine, die am Rand zur kleinen Publikumsattraktion neben dem großen Fuhrpark an Landmaschinen wurde, schälten sie ihren Spargel oder ließen schälen. „Früher haben wir die Schalen gesammelt“, bemerkte ein älterer Mann. Naumanns jedoch waren froh, die je drei Kilo für sich und ihre Nachbarn geschält vom Gelände mitnehmen zu können. „Für den Kaninchenbraten am Sonntag“, verrieten sie. Frisch geschälten Spargel hatten am Samstag auch Dieter und Petra Curtius aus Schkeuditz im Gepäck. Per Hand: Er setzte sich noch vor ihr und vier weiteren Kontrahenten im Spargelschälwettbewerb durch.

Von Manuel Niemann

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