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Delitzsch Kyhnaer Spargelbauern verzichten noch darauf
Region Delitzsch Kyhnaer Spargelbauern verzichten noch darauf
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00:29 04.06.2018
Mit sogenannten Spargelspinnen wird den Spargelstechern auf den Kyhnaer Feldern die Arbeit erleichtert. Quelle: LVZ
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Kyhna

Die Technisierung macht auch vor der Gemüseernte nicht halt. Seit diesem Jahr auf dem Markt: Ein Agrarroboter für die Spargelernte. Entwickelt und gebaut wurde er in Holland. Er soll die Arbeit von 60 bis 75 Saisonarbeitskräften übernehmen können.

Maschine für große Flächen geeignet

Für den Betriebsleiter der Gemüsebau KG Kyhna, Jürgen Kopf, ist der Bau einer solchen Maschine schon eine besondere Leistung. Er ist sich zudem auch sicher, dass größere Spargelanbaugebiete durchaus auch auf diesen Roboter zurückgreifen werden. „Für uns in Kyhna würde sich eine solche Maschine vielleicht sogar finanziell rechnen. Auch wenn sie bis zu 600 000 Euro kosten soll. Aber wir bräuchten für unsere Flächen tatsächlich nur eine. Was passiert aber, wenn sie defekt ist?“, fragt sich der Spargelexperte. Der Spargel müsse aber auch dann geerntet werden. Saisonarbeiter trotzdem vorzuhalten, wäre wenig sinnvoll. Zudem: In der Saison welche zu finden, wäre dann schon problematisch. Momentan sieht Jürgen Kopf persönlich derzeit keinen Bedarf. Er baut auf die Zuverlässigkeit seiner zumeist schon seit Jahren in Kyhna arbeiteten, bis zu 150 polnischen Erntehelfer. „Wir sind sehr zufrieden mit ihnen“, sagte Jürgen Kopf.

Ein Drittel der Dämme unter Folientunnel

Spontan fällt ihm noch ein, dass die Maschine für Spargeldämme, die unter einem Folientunnel liegen, offenbar auch nicht geeignet sei. In Kyhna sind etwa ein Drittel der Flächen mit Tunnel abgedeckt, um die Temperaturen im Damm schnell zu erhöhen und das Wachstum anzukurbeln. Zudem schützen sie den Spargel vor Sonnenlicht. Werden die aus der Erde kommenden Spargelstangen längere Zeit der Sonne ausgesetzt, verfärben sie sich sehr schnell, was wiederum zu Qualitätseinbußen führen würde.

Ausgelegt sind die Spargelernte-Roboter für Flächen von 40 Hektar pro Maschine. Die Kyhnaer bewirtschaften derzeit etwa 100 Hektar, zumeist wächst der Spargel auf schweren Böden.

Spargelspinne hilft mit den Folien

Ganz ohne Technik kommen aber auch die hiesigen Spargelbauern nicht aus. Mit einer sogenannten Spargel-Spinne, einer einreihigen Erntemaschine mit Elektromotor, übrigens auch aus Holland, kann eine Person in einer Stunde 15 bis 20 Kilogramm Spargel stechen. Die Maschine hebt die Folientunnel auf etwa zwei Meter an und legt damit die Dämme für die Erntehelfer frei. Danach wird die Folien wieder abgelegt. Gut 80 dieser Maschinen haben sich die Kyhnaer bereits angeschafft.

Von Ditmar Wohlgemuth

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