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Delitzsch LED-Spezialist Caralux in Lemsel expandiert
Region Delitzsch LED-Spezialist Caralux in Lemsel expandiert
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10:07 02.03.2016
Der LED-Spezialist Caralux in Lemsel lässt das ruinöse Herrenhaus (im Bildhintergrund) abreißen, um eine zweite Halle zu bauen. Quelle: Foto. Kay Würker
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Lemsel

Sie ist ein Paradebeispiel für eine Erfolgsgeschichte auf dem Lande. Vom kleinen Ort Lemsel aus hat die Firma Caralux den internationalen Markt erobert. Und ist weiter auf Wachstumskurs: Dieses Jahr soll eine zweite große Halle gebaut werden, um die expandierende Produktion unterzubringen. Genau an der Stelle, wo jetzt noch das historische, völlig verfallene Herrenhaus steht.

Um das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wird seit Langem gerungen. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hatte das ehemalige Rittergut auf die Denkmalliste gesetzt. Begründung: Das Herrenhaus aus dem Jahr 1824 samt Nebengelass sei eine Ortsbild prägende Gebäudegruppe. Es könnte – nach historischem Vorbild wieder hergerichtet – ein echtes Schmuckstück sein. Könnte. Das Objekt ist seit Jahren verwaist. Ein Schandfleck mit offenem Dach, eingestürzten Zwischendecken, arg maroder Bausubstanz. Der letzte Eigentümer ist in die Insolvenz gerutscht und lange weg. Nun erwarb die benachbarte Firma Caralux das Ritterguts-Ensemble samt 3600-Quadratmeter-Grundstück vom Nachlassliquidator. „Die Denkmalschutzbehörde war sehr kooperativ. Wir haben uns geeinigt, die Abrissgenehmigung liegt vor“, berichtet Geschäftsführer Gerd Martin. Im Laufe dieses Monats soll der Abbruch beginnen. Auch das angrenzende Privathaus wurde erworben – es soll saniert und zum Sozialtrakt für die Mitarbeiter ausgebaut werden.

Caralux braucht Platz. Ursprünglich wollte das Unternehmen auf dem Sportplatzgelände im Eck von Kirchweg und Brodenaundorfer Straße expandieren, doch diese Fläche ist zum Ärgernis geworden. Das von der Treuhand-Nachfolgerin BVVG als Bauland verkaufte Areal sei gar nicht bebaubar, schildert Martin.

Ein Rechtsstreit läuft. Deshalb nun die Orientierung gen Rittergut. Ein Produktionsgebäude sei geplant, in Größe und Optik vergleichbar mit der bestehenden Halle auf der anderen Straßenseite, die vor etwa zwei Jahren errichtet wurde und schon wieder zu klein ist. Ab dem Sommer soll der Neubau wachsen. „Wir werden dort unter anderem die Metallverarbeitung unterbringen. Die Maschinen sind schon da“, so Martin. „Außerdem wird der Lampen- und Leuchtenbau erweitert.“ Und auch der Markt der digitalen Werbung boome, erfordere zusätzliche Kapazitäten.

Die Firma Caralux, die Produkte und Know-how rund um LED- und Neonlichttechnik anbietet, liefert und plant inzwischen auf mehreren Kontinenten. Gerade kam Gerd Martin mit einem neuen Auftrag aus Saudi-Arabien zurück, bei dem es um Straßenbeleuchtung geht. 40 Leute arbeiten am Standort Lemsel – recht geräuscharm, sodass das Wachstum mit ländlicher Idylle zusammenpasst. Weitere Standorte gibt es in Weißwasser und Ilmenau. Gesamtbelegschaft: über 80 Mitarbeiter. Vor 19 Jahren hatte das noch niemand erwartet. Da startete Caralux mit drei Leuten in Martins Eigenheim.

Von Kay Würker

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