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Delitzsch LKA durchsucht Biotec-Gelände – Verdacht auf unerlaubte Entsorgung giftiger Abfälle
Region Delitzsch LKA durchsucht Biotec-Gelände – Verdacht auf unerlaubte Entsorgung giftiger Abfälle
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15:35 10.03.2011
Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

  Wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heißt, seien damit Anordnungen des Amtsgerichtes vollstreckt worden, die aufgrund eines Verdachts über das Betreiben von unerlaubten Müllentsorgungsanlagen erlassen worden waren.

Allein in Sachsen seien bei den Durchsuchungen etwa 60 Beamte im Einsatz gewesen. Insgesamt wurden bei der koordinierten Polizeiaktion im Freistaat, in Thüringen und in Sachsen-Anhalt 13 Objekte durchsucht, heißt es. Welche Erkenntnisse die Durchsuchungen gebracht haben, war am Donnerstag noch unklar.

Die Razzia steht in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die beiden 66 Jahre alten Geschäftsführer der Pohritzscher Firma. Sie stehen im Verdacht, tonnenweise giftige Abfälle nicht korrekt behandelt und falsch deklariert auf Deponien in Mitteldeutschland geschafft zu haben. Bereits seit Anfang des vergangenen Jahres ermittelt die Leipziger Behörde deshalb zusammen mit dem Landeskriminalamt Sachsen wegen des Verdachts des unerlaubten Betreibens von entsprechenden Anlagen. In der Anlage in Pohritzsch wurde Industriemüll aus ganz Deutschland angenommen: Schlacken, Schlämme, Filterstäube, Farben, Lacke, Kesselstaub.

„Der Hauptvorwurf ist die Scheinverwertung von Abfällen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz. Die Firma habe vorgegeben, giftige, schwermetallhaltige Abfälle chemisch so behandelt zu haben, dass sie danach nicht mehr gefährlich sind. Der Müll wurde auf Deponien gebracht – obwohl die Schadstoffbelastung vermutlich zu hoch war. Der Landkreis Nordsachsen hatte der Firma Ende Januar untersagt, weiter Schlacken aus der Bleimetallurgie anzunehmen. Laut Schulz werden zudem Kapazitätsüberschreitungen in der Anlage überprüft.   

Die beiden Geschäftsführer seien auf freiem Fuß. Sie sollten zu den Vorwürfen befragt werden. Die Polizeimaßnahmen dauerten bis zum späten Nachmittag an. Das unerlaubte Betreiben von Anlagen kann laut Schulz mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe bestraft werden.

mpu/dpa

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