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LVZ deckt Schwarzbauten auf von Hermannis Grundstück auf

LVZ deckt Schwarzbauten auf von Hermannis Grundstück auf

Schwarzbauten in Hohenroda: Wie die LVZ recherchiert hat und das Bauamt des Landratsamtes Nordsachsen bestätigt, sind die Baumaßnahmen auf dem Gelände der Eheleute Matthias und Dagmar von Hermanni in der Luckowehnaer 17 Straße nicht genehmigt.

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In diesem Gebäude auf dem Grundstück der Eheleute von Hermanni in der Luckowehnaer Straße 17 befinden sich im oberen Geschoss Wohnräume. Auch dafür liegen keine Baugenehmigungen vor.

Quelle: Manfred Lüttich

Hohenroda. Von Hermannis wurden von der Landkreisverwaltung angeschrieben und um Stellungnahme gebeten.

Das Bürogebäude wurde in Wohnraum und Vereinsräume, der ehemalige Schweinestall zu Büro- und Vereinsräumen umgenutzt, teilt die Landkreisverwaltung dazu mit. „Es handelt sich um sogenannte Schwarzbauten, wobei hier nicht die Errichtung der Gebäude gemeint ist. Lediglich der Umbau und die Nutzungsänderung bedürfen einer Genehmigung. Mit der schwarz geänderten Nutzung wurde jedoch auch der Bestandsschutz verwirkt.“, bestätigte Holger Trauzettel, Sachgebietsleiter Untere Bauaufsichtsbehörde, auf Anfrage der Kreiszeitung.  Denn der Umbau und die Nutzungsänderung sämtlicher Gebäude hätte beantragt und genehmigt werden müssen. Ob dabei Matthias von Hermanni, einer der auf diesem Grundstück ansässigen Vereine oder ein Dritter als Bauherr aufgetreten ist, muss die Anhörung noch ergeben. Betroffen sind alle Gebäude in der Luckowehnaer Straße 17. Es handelte sich um den LPG-Betriebsstützpunkt mit Büro-, Lager- und Werkstattgebäuden sowie Schweinestall.  Alle Gebäude sind bereits zu DDR-Zeiten errichtet worden.

Die Verantwortlichkeit für die ungenehmigten Baumaßnahmen werde im eröffneten Verfahren zu klären sein. Es handele  sich um einen Verstoß gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften, der mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Die Höhe eines eventuellen Bußgeldes kann laut Bauverwaltung gemäß Paragraf 88 Absatz 3 Sächsische Bauordnung bis zu 500000 Euro  betragen.

Natürlich steht auch die Frage im Raum, warum das Landratsamt als zuständige Behörde, jahrelang nichts bemerkt hat. Dazu der Sachgebietsleiter: „Von der Baumaßnahme wurden wir erst durch die Presse in Kenntnis gesetzt. Es ist uns aufgrund der bestehenden Personalsituation nicht möglich, jedes einzelne Grundstück zu überwachen, zumal der Schwarzbau zu Zeiten des 1990er-Jahre-Baubooms realisiert wurde. Wir sind auch auf die Unterstützung der Gemeinden und der Bevölkerung angewiesen. Nachbarn fühlten sich offensichtlich nicht beeinträchtigt.“

Nach der Anhörung der Eigentümer würden die weiteren Schritte zur Herstellung legaler Verhältnisse festgelegt. Es werden Bauvorlagen nachgefordert und dabei nahegelegt einen nachträglichen Bauantrag zu stellen. An wen das Landratsamt die Forderung richte, werde vom Ergebnis der Ermittlungen abhängen. Sollte niemand freiwillig Bauvorlagen einreichen, müsse der Bauherr unter Einsatz von Mitteln des Verwaltungszwanges, zum Beispiel Zwangsgeld oder Nutzungsuntersagung, gezwungen werden. Für nachträglich zu genehmigende Bauvorlagen werde  die doppelte Baugenehmigungsgebühr fällig.

Die Kreiszeitung hat sich zu diesem Thema an  Matthias von Hermanni sowie an die auf dem Grundstück ansässigen Vereine gewandt und ihnen Gelegenheit gegeben, sich zu äußern. Die Fragen lauteten: „Waren Mitglieder der Vereine und/oder geförderte Arbeitskräfte jemals mit dem Bau von Wohnungen auf dem Grundstück Luckowehnaer Straße 17 beschäftigt? Nach Aussage von Augenzeugen haben geförderte Arbeitskräfte am Bau der beiden Wohnungen mitgewirkt. Von welcher Behörde ist der Wohnungsbau genehmigt worden? Von welchen Firmen können Sie Rechnungen nachweisen?“ Weder die Vereine noch Matthias von Hermanni beantworteten diese Fragen.

Frank Pfütze

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