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Delitzsch Lächeln für den Wahlsieg
Region Delitzsch Lächeln für den Wahlsieg
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16:10 19.05.2015

Die ersten Porträts von Susanna Karawanskij (Die Linke) hängen in Eilenburg und Torgau. Die LVZ hat sich bei den Kandidaten der demokratischen Parteien umgehört, wie viele Plakate sie aufhängen und was der Wahlkampf insgesamt kostet.

Über das größte Budget - im Vergleich zur Konkurrenz - verfügt Marian Wendt. "So viel wie ein Wagen der Golf-Klasse - Basisausstattung", beschreibt der CDU-Bewerber den erwarteten Kostenrahmen. Die Summe dürfte damit bei reichlich 16 000 Euro liegen. 1700 Plakate mit seinem Porträtfoto sollen bis Ende dieser Woche im ganzen Landkreis von ehrenamtlichen CDU-Mitgliedern aufgehängt werden. "In jedem kleinen Ortsteil wird es ein Plakat geben", versichert der 28-Jährige. Seinen Wahlkampf will der Torgauer mit Spenden und aus der eigenen Tasche finanzieren. Zusätzlichen Rückenwind bekommt Wendt von der Bundes-CDU, die Werbung für den Kanzlerinnen-Besuch am 22. August in Oschatz macht. 750 Plakate werben im Landkreis Nordsachsen sowie in den anliegenden Regionen

Noch etwas öfter als der CDU-Mann wird der SPD-Kandidat Heiko Wittig zu sehen sein. "Wir hängen 1800 Plakate im gesamten Landkreis Nordsachsen auf", sagt der Löbnitzer. Mit dem Plakatieren hat der SPD-Landesverband eine Firma beauftragt. Bis zum Wochenende soll die Aktion abgeschlossen sein. Der Löbnitzer rechnet mit Wahlkampf-Kosten in Höhe von rund 10 000 Euro. Das Geld wird nach seinen Angaben von der SPD auf Kreis-, Landes- und Bundesebene aufgebracht. Wie tief er in die eigene Tasche greifen muss, konnte Wittig noch nicht abschätzen. Seit seiner Nominierung habe er 12 000 Kilometer mit dem Auto im Wahlkreis zurück gelegt und dafür die Spritkosten bezahlt.

Rund 2000 Plakate mit dem Foto der 33-jährigen Susanna Karawanskij und thematische Plakate der Linkspartei werden es insgesamt sein. Die Kosten (10 000 Euro) übernimmt nach ihren Angaben der Kreisverband der Linkspartei in Nordsachsen. Zusätzlich werde ihr Wahlkampf durch Material der Landes- und Bundespartei unterstützt. Auch wenn die 33-Jährige den Wahlkreis am 22. September nicht direkt gewinnt, zieht sie mit hoher Wahrscheinlichkeit über die Landesliste ihrer Partei (Zweitstimme) in den Bundestag ein. Susanna Karawanskij steht dort auf dem aussichtsreichen dritten Platz hinter Katja Kipping und André Hahn.

Auf den Anblick von FDP-Kandidatin Jutta Kreitz müssen die Wähler noch ein paar Tage warten. "Die Plakate sollen morgen geliefert werden", sagt die 58-jährige Leipzigerin. In Nordsachsen sollen 1000 Plakate mit Porträtfoto aufgehängt werden. Die Wahlkampfkosten (5000 Euro) will Kreitz nach eigenen Angaben selbst aufbringen. "Bei uns Grünen geht es um Themen, nicht um Personenkult. Außerdem wollen wir keine Materialschlacht veranstalten. Deshalb werden wir nur ein paar hundert Plakate in Nordsachsen zu uns wichtigen Inhalten aufhängen", teilte Bernd Brandtner gestern mit. Das Budget sei bescheiden. Neben Mitteln des Kreisverbands sind das Spenden der Mitglieder, die zum Großteil Sachleistungen sind, wie eigene Fahrtkosten und Arbeitskraft.

Ob Henny Kellner, die Direktkandidatin der Piraten-Partei, auf den Wahlplakaten zu sehen sein wird, ist noch unsicher. "Das ist im Gespräch, aber noch nicht entschieden", sagte gestern Martin Ostermann, Vorsitzender des Regionalverbandes Leipziger Umland der Piratenpartei. Er wies zudem darauf hin, dass den Piraten weniger Mittel als etablierten Parteien zur Verfügung stünden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2013

Frank Hörügel

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