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Delitzsch Landesverband Sächsischer Imker tagte im Delitzscher Bürgerhaus
Region Delitzsch Landesverband Sächsischer Imker tagte im Delitzscher Bürgerhaus
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14:00 21.03.2017
Hartmut Märten (rechts), Vereinsvorsitzender des gastgebenden Delitzscher Imkervereins zeigte Erinnerungsstücke aus 150 Jahren Vereinsgeschichte. Quelle: Manuel Niemann
Delitzsch

Ein Drohnenleben ist kurz, und es endet jäh: Als Larve geschlüpft, von Arbeiterinnen umsorgt, dann verpuppt, begibt sich die männliche Biene mit zirka zwölf Tagen auf Hochzeitsflug. Um an einem Sammelplatz mit 16 000 Geschlechtsgenossen zu konkurrieren, sich mit einer Königin zu paaren. Während diese sich gleich mehrfach begatten lässt, reißt es dem Drohn bei der Paarung die Geschlechtsorgane aus dem Hinterleib und er stirbt. Einen längeren Atem beweisen da schon die Menschen, die sich um Bienenvölker kümmern und ihren Honig regional anbieten.

150 Jahre Imkerverein Delitzsch

Der Delitzscher Imkerverein blickt in diesem Jahr auf eine 150-jährige Geschichte. Am Wochenende war er Gastgeber für den Landesverband Sächsischer Imker (LVSI), der sich im Bürgerhaus traf. Während es am Vortag bei der Vertreterversammlung darum ging, Honig zu prämieren und den neuen alten Vorstand mit Michael Hardt als Vorsitzenden zu wählen, war der Sächsische Imkertag am Sonntag für Publikum offen. Das konnte dem Vortrag der Hallenser Biologen Gudrun und Nikolaus Koeniger folgen, der damit schloss: „Frauen sind im Bienenvolk vielleicht wichtiger, aber Männer sind es auch.“ Geschlechtergerechtigkeit lässt sich unter Bienen so einfach herstellen. Zwar spielten Drohnen als Produzenten und Überträger von Samenfäden eine untergeordnete Rolle, aber ohne befruchtete Eier gebe es keine neuen Arbeitsbienen.

Erzeugt wird nicht nur Honig

Umgekehrt ist Imkern keine reine Männerdomäne: Von den 3918 LVSI-Mitgliedern sind ein Sechstel Frauen. 2015 betreuten sie zusammen 31 905 Bienenvölker. 200 Gäste waren zum Imkertag gekommen, konnten sich weiterbilden oder dem Messegeschehen folgen: Neben Imkerbedarf gab es auch für Laien Produkte zu entdecken. Neben dem Honig, bis 20 Kilogramm, die jedes Volk pro Jahr abwirft, und dem Bienenwachs sind das gesundheitsfördernde Stoffe: Etwa der Kittharz Propolis oder Geleé Royal, das sonst der Königin vorbehalten ist. Staunen konnten Besucher über Dampfwachsschmelzen oder eine Neun-Waben-Radial-Schleuder: Verglichen mit Imkerhut, Schleier und Rauchgerät, die immer noch zum Handwerk gehören, Hightech in Edelstahloptik.

Von Manuel Niemann

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