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Delitzsch Landgut Brodau GmbH wird für gute Tierhaltung ausgezeichnet
Region Delitzsch Landgut Brodau GmbH wird für gute Tierhaltung ausgezeichnet
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06:00 08.09.2016
Referatsleiterin Annett Bugner gratuliert Erich Beitinger zum erfolgreichen Abschneiden im Wettbewerb und übergibt die vom Minister unterschriebene Urkunde. Quelle: Thomas Steingen
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Brodau

Die Ställe im Landgut Brodau gehören zu den ältestens in der Region. Dennoch finden die Milchkühe und deren Kälber in ihnen sehr gute Bedingungen vor. Für seine guten Milchkuhhaltung ist der landwirtschaftliche Betrieb jetzt ausgezeichnet worden. Annett Bugner, Leiterin des Referats Tierische Erzeugnisse des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, überreichte Erich Beitinger, geschäftsführender Gesellschafter des Landgutes, am Dienstag eine vom Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) unterzeichnete Urkunde.

Referatsleiterin Annett Bugner überreicht Erich Beitinger die Auszeichnungsurkunde. Quelle: Thomas Steingen

Optimales Stallklima

Auf Initiative ihres Stallverantwortlichen Hubert Kratz hatte sich die Landgut Brodau GmbH in der Kategorie bestehende beziehungsweise modernisierte Ställe am Landeswettbewerb tiergerechte und umweltverträgliche Haltung 2015/2016 beteiligt. Wie Annett Bugner betonte, habe das Landgut ein überzeugendes Konzept. „Trotz schwieriger baulicher Gegebenheiten wurden für die Milchkühe sehr gute Haltungsbedingungen mit einem großzügigem Platzangebot und einem optimalen Stallklima geschaffen. Hervorragende Bedingungen gibt es für die Kälber und die trockenstehenden Kühe“, so die Referatsleiterin. Das überzeugte auch die Wettbewerbskommission, denn eines der wichtigsten Bewertungskriterien war das Tierwohl. Diesbezüglich gehöre das Landgut in die Spitzengruppe von Sachsen. „Die Tiere hier haben viel Stroh, viel Luft und viel Platz in den Ställen“, bringt es Gerald Thalheim, Mitglied der Kommission auf den Punkt. Die Jury habe sich davon überzeugen können, dass die Tiere gesund sind und sich wohlfühlen. Das kann der Betrieb nun öffentlich zeigen, denn neben der Urkunde erhielt er eine Stalltafel mit der Aufschrift „Betrieb mit ausgezeichneter Tierhaltung“.

Umbau der Ställe

Um sich überhaupt einem solchen Wettbewerb stellen zu können, waren Investitionen und gute Mitarbeiter Voraussetzungen. „Beim Umbau der Ställe haben wir darauf geachtet, dass sie einerseits tiergerecht und andererseits einfach zu bewirtschaften sind“, erklärt Hubert Kratz. Zum Gut gehören vier Kälberdörfer und drei Ställe mit fünf Melkrobotern. Der Betrieb hält 320 Milchkühe und zirka 20 Färsen. 2012 war der Umbau der Ställe und 2014 der Bau der Biogasanlage abgeschlossen. Damit hatte der Betrieb insgesamt rund 2,8 Millionen Euro investiert. Das jüngste Kind ist eine Milchtankstelle, mit der das Gut auf die Bevölkerung zugeht.

Insgesamt beteiligten sich 18 Landwirtschaftsbetriebe in den drei Kategorien Ökobetriebe, bestehenden beziehungsweise modernisierten Ställe und neu gebaute Ställe. „Mit dem Landeswettbewerb möchten wir dazu beitragen, tier- und umweltgerechte Produktionsmethoden anhand realer Beispiele der Öffentlichkeit vorzustellen“, sagte die Referatsleiterin.

Tier- und Umweltschutz

Der Wettbewerb „Tiergerechte und umweltverträgliche Haltung“ findet seit 1992 alle zwei Jahre statt und wird unter Schirmherrschaft des Landwirtschaftsministers vom Genossenschaftsverband ausgerichtet. Diesmal stand die Milchviehhaltung im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Betriebe wurden im Frühjahr von der Bewertungskommission besucht, die Tiere sowie Ställe und Anlagen begutachtete. Dabei spielten vor allem Aspekte des Tier- und Umweltschutzes eine Rolle.

Die Bewertungskommission setzte sich aus Vertretern der Tierseuchenkasse, des Landestierschutzverbandes, landwirtschaftlicher Verbände sowie des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zusammen.

Von Thomas Steingen

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