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Delitzsch Landkreise unterschreiben Energiekonzept
Region Delitzsch Landkreise unterschreiben Energiekonzept
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17:57 02.09.2010
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. Mit dem Versorger Enviam, den Stadtwerken Eilenburg, Schkeuditz, Torgau sowie den Technischen Werken Delitzsch soll bis Februar ein entsprechendes Papier erarbeitet sein, das die Energieversorgung für den Landkreis Nordsachsen und die Region Dübener Heide regelt.

„Die Kreis, Länder und Versorger übergreifende Zusammenarbeit ist einmalig und wegweisend für Ostdeutschland. Wir können die Probleme der Energieversorgung von morgen nur miteinander lösen. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir gemeinsam vorgehen", sagte der Enviam-Vorstandsvorsitzende Carl-Ernst Giesting gestern in Torgau. Jörn Otto, Geschäftsführer der Technischen Werke Delitzsch, sprach als Vertreter der Stadtwerke des Landkreises davon, dass diese „stolz sind, den Impuls für ein gemeinsames Energiekonzept gegeben zu haben."

Die Dübener Heide verfügt über eine lange Tradition als Standort für Energiegewinnung sowie als Lieferant für Energieträger. Deshalb sei es naheliegend, auch die Entwicklung erneuerbarer Energien sowie die immer bessere Ausnutzung derselben sowie der fossilen Energieträger als wichtiges Thema festzuschreiben, fasste nordsachsens Landrat Michael Czupalla (CDU) das Anliegen zusammen.

Die Bundesregierung hat in ihrem Energie-Klimaprogramm formuliert, den Anteil erneuerbarer Energien an der Strom- und Wärmeproduktion bis 2020 deutlich zu erhöhen. Czupalla: „Die Nutzung lokal verfügbarer Energieressourcen kann zudem ein enormes Potenzial an regionaler Wertschöpfung freisetzen. Hier wollen wir ansetzen." Für den Landkreis Nordsachsen wird das Energiekonzept Teil des Kreisentwicklungskonzeptes werden. Der Freistaat Sachsen stellt dafür 90 Prozent Fördermittel bereit. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Landkreises ist mit der Umsetzung beauftragt. Die Detailabsprachen mit dem Leipziger Unternehmen ICL Ingenieur Consult, das die Erarbeitung realisiert, seien erfolgt. Ende Februar soll das Konzept stehen. „Alle möglichen Daten zusammenzutragen, ist eine Herausforderung. Unternehmen verfügen bereits über Verbrauchsdaten, die nun für die gesamte Region erstellt werden", sagte Uta Schladitz, Chefin der WFG. Unter anderem ist ICL damit beauftragt Grundlagen zu ermittelt, Aufgabenstellungen zu klären, Analysen und Bestandsaufnahmen durchzuführen, Prognosen für den Bedarf und Energiebilanzen zu ermitteln, Einsparungspotenziale zu beleuchten sowie strategische Vorgehensweisen zu entwickeln. Das Konzept soll Fragen beantworten, den Entscheidungsträgern als Grundlage dienen. „Es geht auch darum, Investitionen abzustimmen und sinnvoller umzusetzen, also mit geringsten Mitteln effektive Ergebnisse zu erzielen. beispielsweise bei der Errichtung von Fotovoltaikanlagen", so Bernd Hohle, Geschäftsführer der Eilenburger Stadtwerke. Für den Landrat von Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze (CDU), geht es auch darum, die Frage „Wie entwickeln wir uns weiter?" gemeinsam zu beantworten. Es sei wichtig, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Das Konzept stelle sicher, dass die Region auch zukünftig eine Vorreiterrolle bei der Energieversorgung in Ostdeutschland spielt.

Frank Pfütze

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