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Delitzsch Landrat sucht Lösungen für Delitzscher Ascheberg und Werbeliner See
Region Delitzsch Landrat sucht Lösungen für Delitzscher Ascheberg und Werbeliner See
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00:18 30.09.2016
Eine Studie soll untersuchen, ob der Ascheberg abgedeckt werden kann. Quelle: Kay Würker
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Delitzsch

Bei den beiden derzeit größten umweltpolitischen Themen in Delitzsch gibt es neue Entwicklungen. Landrat Kai Emanuel (parteilos) hat sich klar für eine Kompromisslösung im Fall des Werbeliner Sees ausgesprochen. Naturschutz und Tourismus funktionieren nur zusammen. „Der Naturschutz braucht einen Tourismus für die Akzeptanz“, sagte Emanuel vor Kreistagsmitgliedern. In Arbeitsgruppen, in denen neben der nordsächsischen Umweltbehörde auch Vertreter der Anrainerkommunen sitzen, werde die Größe einer möglichen Badestelle geprüft. Dabei seien die geschützten Vogelarten zu berücksichtigen. Geprüft werden müsse deshalb über eine gesamte Vegetationsperiode hinweg. „Ergebnisse liegen erst Ende 2017 vor“, prognostizierte Emanuel.

Abdeckung des Ascheberges im Gespräch

Hinsichtlich des riesigen Asche- und Schlackeberges am Biomassekraftwerk in der Fabrikstraße soll es schon eher Resultate geben. Stadtverwaltung und Bevölkerung betrachten die Umweltlast mit Sorge. Emanuel will deshalb die Faktenlage ausbauen: Angekündigt wurde eine exakte Vermessung der Ablagerungen und eine nochmalige Beprobung der Schadstoffe. Diese soll in Regie des Landratsamtes erfolgen. Darüber hinaus rücken mögliche Gefahren für Mensch und Umwelt verstärkt in den Blick. Auf der Agenda stehen Analysen von Boden, Grund- und Oberflächenwasser sowie Bohrungen, die über die Geologie unterhalb des Kraftwerksgeländes Auskunft geben können. Geprüft wird auch, inwieweit Aschepartikel vom Wind abgetragen werden. Im Gespräch ist zudem eine Abdeckung des Ascheberges. Dafür soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.

Kooperation mit Insolvenzverwalter

Eine gute Zusammenarbeit gibt es nach LVZ-Informationen zwischen Landratsamt und Insolvenzverwalter. Kürzlich traf man sich in großer Runde zur Zukunftsdebatte. Mit dabei auch Philipp Hackländer, der Insolvenzverwalter des früheren Betreibers GOAZ. Weil Nachfolger Knock on wood den Kaufpreis nicht voll gezahlt haben soll, ist Hackländer wieder Eigentümer und Ansprechpartner für Kaufinteressenten. Dem Vernehmen nach soll der nächste Kraftwerks-Investor mit gebotener Vorsicht ausgesucht werden, um nicht in neue Turbulenzen zu geraten.

Von Kay Würker

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