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Delitzsch Lebensfreude in Acryl
Region Delitzsch Lebensfreude in Acryl
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19:26 01.07.2011
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. Seit 2009 leitet dort Marlis Amende, Lehrerin für Kunsterziehung und Deutsch im Ruhestand, einen Kurs, in dem die Teilnehmer an die Technik der Acrylmalerei herangeführt werden. Zum Ende des zweiten VHS-Halbjahres zeigten die Laien-Künstlerlinnen in ihrer ersten Sommer-Vernissage die Ergebnisse ihres Hobbys, das, wie sie am Donnerstagnachmittag mehrfach unterstrichen, ihnen sehr viel Spaß bereite.

„Malen hält jung" hieß das Motto ihre Ausstellung auf dem Grundstück der Familie Kleinke in der Delitzscher Ostsiedlung, bei der die Besucher nicht nur die farbenprächtigen Bilder bestaunten, sondern auch anregende Gespräche mit den Malerinnen führten sowie sich an kulinarischen und andere Überraschungen erfreuten. So waren alle Gäste aufgefordert an der Gestaltung eines Gemäldes mitzuwirken. Außerdem gab es bei einer Tombola, deren Erlös der Awo-Kindereinrichtung Freundschaft zugutekommt, tolle Preise von leckeren Köstlichkeiten bis kleinen Kunstwerken zu gewinnen.

Heidrun Kleinke, seit Beginn an im Kurs, hatte die Idee für die Vernissage. „Wir haben immer einen Raum beziehungsweise Anlass gesucht, wo wir uns einmal präsentieren können." In ihrem Mann Bernd fand sie bald einen Verbündeten, für die Veranstaltung auf dem heimischen Grundstück, wozu Freunde, Kollegen, Bekannte und Verwandte eingeladen waren. Rund 60 Einladung wurden verschickt. Und sogar Petrus hatte am verregneten Donnerstag ein Herz für die Künstlerinnen, denn pünktlich um 17 Uhr ließ er die Wolkendecke aufreißen und schickte Sonnenstrahlen in den Kleinke-Garten. In Anlehnung an Picassos Ausspruch, dass Kunst den Staub des Alltags von der Seele wasche, freute sich Kursleiterin Amende: „Heute hat sie den Regen vertrieben." Zuvor „haben wir aber gebangt, stündlich im Internet gesurft, um die Wetterentwicklung zu verfolgen", verriet Hausherr Bernd Kleinke.

Das Bibbern hatte sich aber gelohnt, denn von den Besuchern gab es reihum nur Lob. „Ich gratuliere! Wenn ich die Bilder betrachte, kann mir keiner erzählen, dass sie von Laien gemalt wurden", meldete sich spontan Elisabeth Ziegler, eine ehemalige Kollegin von Marlis Amende zu Wort.

Aber auch die Kursleiterin fand für ihre Schützlinge nur anerkennende und motivierende Worte: „Die Arbeiten zeigen die Entwicklung der einzelnen Teilnehmerinnen. Einige von ihnen könnten sogar selbst eigene Ausstellungen gestalten." Amende hob Heidrun Kleinkes schwungvollen Pinselstrich und ihre kräftigen Farben sowie Hannelore Kuhnerts fast meisterliche Technik hervor. Bei Petra Rieps harmonischer Farbgebung passe alles zu 100 Prozent und in Roswitha Aschendorfs Werken spiegele sich ihr ruhiger, zurückhaltender Charakter wider. Brigitte Klaas lobe Amende für ihre hellen, freundlichen Farben. „Elke Heger malt sehr genau, jeder Strich muss bei ihr sitzen. Und Kerstin Haftstein überzeugt mit Fantasie und Experimentierfreude", so die Kursleiterin.

Heger und Haftstein stießen erst im März zum Kurs hinzu. „Ich habe als Kind gern gemalt. Jetzt wollte ich mich ausprobieren und in der Gruppe malen", erzählte Kerstin Haftstein. Fast alle Frauen begannen als völlige Anfänger. Das letzte Mal habe sie in der Schulzeit gemalt, erinnerte sich Brigitte Klaas. „Aber immer spielte ich mit dem Gedanken, es mal wieder zu versuchen." Doch es bedurfte erst eines Anstoßes seitens der Familie, bis sie den Schritt wagte, denn der VHS-Vertrag für den Malkurs war für sie ein Weihnachtsgeschenk.

Das Malen könne übrigens jeder erlernen, betonten die Laienkünstlerinnen. „Dazu bedarf es nur etwas Mut und ein Auge für das Schöne", sagte die Gastgeberin.

Thomas Steingen

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