Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Leidensweg zu Ende: Zwochauer freuen sich über runderneuertes Feuerwehrhaus

Leidensweg zu Ende: Zwochauer freuen sich über runderneuertes Feuerwehrhaus

Zwochau. Die Zwochauer Feuerwehr hat ein neues Gerätehaus. Genaugenommen ist es ein umgebautes altes mit einem neuen Anbau. Mit einem Fest und der kirchlichen Weihe wurde das Gebäude am Sonnabend offiziell in Betrieb genommen.

Voriger Artikel
Delitzscher Tierschützer wollen das Kriegsbeil begraben
Nächster Artikel
Löbnitzer singen für Löbnitzer

Die Feuerwehr Zwochau weiht ihr neues Gerätehaus ein.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

ll in Betrieb genommen. Bezogen wurde es bereits im Januar. Zu diesem Zeitpunkt und nach fünf Monaten Pause stieg die Wehr wieder in das Alarmierungssystem des Landkreises ein. "Der Dienstbetrieb kann nun unter völlig neuen Bedingungen stattfinden", erklärte Ortswehrleiter Matthias Schubert. Gemeinsam mit der Weihe des Gerätehauses feierte die Wehr am Wochenende auch ihr 115-jähriges Bestehen mit den Einwohnern. Mit einem Umzug durch das Dorf mit Blaulicht, Sirene und Fanfarenzug wurde der gemütliche Teil eingeleitet.

Für die Zwochauer Kameraden geht mit dem jetzigen Gerätehaus ein Wunsch in Erfüllung, aber auch ein langer Leidensweg zu Ende. Das alte Gerätehaus, das in den 1960er-Jahren gebaut wurde, war im wahrsten Sinne des Wortes in die Jahre gekommen. Separate Umkleidekabinen für Kameradinnen und Kameraden gab es nicht, die Bekleidung hing im hinteren Teil der Fahrzeughalle. Sanitäre Anlagen? Fehlanzeige. Es war trotz eingeschalteter Lampen dunkel. Geheizt wurde elektrisch, um vor allem das Einfrieren des Löschwassers zu verhindern. Die Liste der Mängel ließe sich weiter fortführen. Es bestand dringender Handlungsbedarf.

Besonders akut wurde die Lage offenbar ab 2008. Der damalige Wehrleiter Ernst Treiber drängte auf schnelle Veränderungen. Die Wehr stand hinter ihm, auch die Gemeinde war an einer Lösung interessiert. Versuche, das alte Gebäude auf Vordermann zu bringen oder Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstungen an einem anderen Ort besser zu platzieren, gab es nicht wenige. Gescheitert sind sie letztlich alle an den Finanzen. Zwochau hatte nicht das Geld dafür.

Das neue Gerätehaus, Bestandteil des Brandschutzbedarfsplanes, war dann auch eines der ersten Projekte, das die neue Großgemeinde Wiedemar in Angriff nahm. Im März erfolgte der Baustart, Mitte April war bereits Richtfest. Insgesamt investierte die Gemeinde gut 300 000 Euro, konnte aber auch auf 226 000 Euro Fördermittel zurückgreifen. "Der finanzielle Rahmen konnte eingehalten werden, auch wenn einige unvorhersehbare Dinge auftraten", erklärte Wiedemars Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos). Zum Fest steuerte die Kommune einen Geld-Scheck bei.

Heute entspricht das Gerätehaus den Vorschriften, wie auch der nordsächsische Kreisbrandmeister Ingo Weber zufrieden feststellte. Es verfügt im Neubau über eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen. Im sanierten Altbau sind Schulungsräume, aber auch Umkleiden, Duschen und Toiletten entstanden - jeweils getrennt für die Geschlechter. Im Dachgeschoss, das in Eigenleistung ausgebaut wurde, entstanden ein Büro, Lagerräume und eine Aufenthaltsraum, der auch von der Jugendwehr benutzt wird.

"Über 1000 unentgeltliche Arbeitsstunden haben wir für das Gerätehaus geleistet", erklärte Matthias Schubert. Die Kameraden erledigten die Pflasterarbeiten am Vorplatz, legten aber auch bei den Malerarbeiten im Inneren des Hauses Hand an. "Dabei wurden wir von ortsansässigen Firmen in vielfältiger Weise unterstützt. Dafür bedanken wir uns besonders", erklärte der Ortswehrleiter und zeichnete sie mit Präsenten aus. Ein solches erhielt auch die Gemeindeverwaltung. Die Zwochauer Wehr hat derzeit etwa 40 Mitglieder, davon etwa 20 aktive, drei konnten in diesem Jahr von der Jugendwehr (neun Mitglieder) dorthin wechseln. "Zu elf Einsätzen wurde wir in diesem Jahr gerufen", erklärte der Zwochauer Sebastian Treiber, auch stellvertretender Gemeindewehrleiter. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.06.2015
Wohlgemuth, Ditmar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
  • Zeitungsküken 2017 gekürt

    Zum elften Mal suchte die Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung das Zeitungsküken. Mit der Aktion steht der Nachwuchs der Region im Fokus. Sehen Sie h... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

23.05.2017 - 06:40 Uhr

Fußball-Nordsachsenliga: Keine Schützenhilfe aus Eilenburg für den RSV

mehr
  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Auf dem Lutherweg

    Spannende Entdeckungsreise mit Martin Luther: Die LVZ pilgert zum Jubiläumsjahr der Reformation 2017 auf dem Lutherweg. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr