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Leinemilch tritt Flucht nach vorn an

Leinemilch tritt Flucht nach vorn an

Die Entscheidung ist gefallen. Die Leinemilch GmbH in Badrina möchte in diesem Jahr so viel wie noch nie in ihrer 19-jährigen Geschichte investieren. Eine 500-Kilowatt-Biogasanlage soll gebaut sowie in die Melktechnik modernisiert werden.

Badrina. „Wir warten derzeit auf die Genehmigung für die Biogasanlage beziehungsweise auf die in Aussicht gestellten Fšrdermittel für beide Vorhaben“, erklärt Albrecht Turnier, Chef des 17-Leute-Unternehmens, das neben der Milchproduktion auch noch ein wenig Feldwirtschaft betreibt.  „Wir haben lange überlegt. Doch letztendlich gab es nur die Alternativen: Schluss machen oder richtig investieren“, so Turnier über „die Flucht nach vorn“.  Richtig investieren heißt in diesem Fall, dass in jedem Fall weit über eine Million Euro in den Badrinaer Standort fließen. „Genaue Zahlen möchte ich jedoch erst sagen, wenn tatsächlich alles klar ist“, bittet der Leinemilch-Chef um Verständnis.

Er, der noch wenige Monate Arbeitsleben vor sich hat, möchte seinem Nachfolger ein Unternehmen mit Perspektive übergeben. „Dazu gehört die moderne Melktechnik, die es den Leuten auch etwas einfacher macht.“  Schwerer wiegt aber die Biogasanlage, die Turnier im Oktober in Betrieb nehmen möchte. Die Leinemilch GmbH, die täglich bis zu 12 000 Liter Milch von Frischli in Weißenfels abholen lässt, will sich auch angesichts der mageren Milchpreise mit der Biogasanlage ein zweites Standbein schaffen. „Wir wollen mit dem in der Biogasanlage produzierten Strom Geld verdienen, um den Betrieb zu stabilisieren“, macht Turnier klar. In Beerendorf und Hohenroda stehen solche Anlagen schon. „Deren Lektor betreut auch uns, und wir werden aufgrund der dort gemachten Erfahrungen gleich eine Nummer größer bauen.“  Während der Strom komplett verkauft wird, soll die Abwärme eine Ferkelanlage, aber auch Büro, Werkstätten, Garage, Melkkarussell und eventuell auch noch Gebäude der Gemeinde beheizen. 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der LVZ vom 24. Februar, Seite 19.

Ilka Fischer

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