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Delitzsch Liane Deicke lässt nicht locker, fordert weiter ein Energiesparkonzept
Region Delitzsch Liane Deicke lässt nicht locker, fordert weiter ein Energiesparkonzept
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22:30 15.07.2015
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Krostitz

Anlass für den neuerliche Vorstoß ist die Auftragsvergabe für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Mutschlena.

Wie berichtet, finanziert die Gemeinde dieses Vorhaben aus eigener Tasche, weil keine Fördermittel zur Verfügung stehen. So hatte es Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) in der jüngsten Gemeinderatssitzung begründet. Immerhin handelt es sich bei dieser Investition um knapp 47 000 Euro.

Wie Deicke gegenüber der LVZ erklärt, wirft sie der Verwaltung vor, nicht alle Möglichkeiten bei der Suche nach Fördermitteln ausgereizt zu haben. "In der Diskussion um den Haushaltsplan 2015 habe ich auf die Frage, ob es für dieses Vorhaben Fördermittel gibt, nur die Auskunft erhalten, dass man für diese Maßnahme auf Mittel aus dem Programm Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) hofft". Jetzt begründete der Bürgermeister das Bauen ohne Zuschüsse mit Zeitdruck, weil die EnviaM-Tochter Mitnetz Strom bereits dabei ist, das Stromnetz in Mutschlena zu erneuern. Deshalb müsse man mitziehen.

"Vor dem Hintergrund, dass die Ile-Mittel aus der alten Förderperiode lange - für das Delitzscher Land seit Beginn 2013 - ausgeschöpft sind und die neue Förderrichtlinie noch nicht erschienen ist, hätte die Gemeinde auf die neue Richtlinie Klima zurückgreifen können. Nach dieser ist seit Ende April eine Antragstellung für Straßenbeleuchtung möglich", argumentiert die SPD-Gemeinderätin. Aus ihrer Sicht wäre ein Energiemanager auf diese Richtlinie aufmerksam geworden, wenn er sich um die Sanierung der Straßenbeleuchtung in Mutschlena hätte kümmern können.

Einen Energieeffizienzmanager, wie ihn sich beispielsweise die Stadt Delitzsch seit einigen Jahren, gefördert durch das Bundesumweltministerium, leistet, hat Krostitz allerdings nicht. Im Gemeinderat hatte Bürgermeister Frauendorf lediglich von Überlegungen gesprochen, gemeinsam mit Nachbargemeinden über die Einstellung eines solchen Managers nachzudenken. "Ja, was macht der denn dann?", fragt Deicke in einem Beitrag auf der Homepage des Krostitzer SPD-Ortsvereins und gibt auch gleich selbst die Antwort: "Selbstverständlich arbeitet der auch konzeptionell", also nach einen festgeschriebenen Plan, wie die Gemeinden Energie effizienter nutzen wollen. Gleichzeitig wiederholt Deicke ihre Empfehlung, dass es Bürgermeister Wolfgang Frauendorf gut zu Gesicht stünde, mit Amtskollegen in einen Erfahrungsaustausch zu treten, deren Gemeinden bereits erfolgreich auf Grundlage eines Energiekonzeptes arbeiten. Als eine solches Kommune schlägt sie Laußig vor.

Hintergrund: Seit mehreren Jahren fordert Liane Deicke, dass die Gemeinde Krostitz ein Energiesparkonzept erarbeiten lässt. Weder 2014 noch 2015 wurden dafür aber Mittel im Haushaltsplan der Kommune eingeplant. Sämtliche Vorstöße der SPD-Abgeordneten lehnte der Gemeinderat unter dem Tenor ab, Krostitz mache in punkto Energieeinsparung schon eine ganze Menge, und stecke das Geld lieber in konkrete Maßnahmen als in ein Stück Papier.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2015
Thomas Steingen

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