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Lidl plant in Delitzsch neuen Markt in der Richard-Wagner-Straße

Stadtplanung Lidl plant in Delitzsch neuen Markt in der Richard-Wagner-Straße

Weil in Delitzsch zunehmend Bauplätze rar werden, sucht die Stadt unaufhörlich nach Flächen, die als Wohngebiete ausgewiesen werden können. Aber auch Märkte wollen sich erweitern. Deshalb muss sich die Stadtverwaltung derzeit mit vielen planerischen Verfahren beschäftigen.

Lidl will sich in Delitzsch vergrößern. Deshalb soll der Markt in der Richard-Wagner-Straße abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Quelle: Thomas Steingen

Delitzsch. Städtebaulich ist in Delitzsch derzeit vieles im Fluss. Einerseits werden Wohnbauflächen knapp, andererseits ist die Nachfrage nach Bauplätzen weiterhin in der Stadt groß. Deshalb hat die Stadtverwaltung mehrere Verfahren angeschoben, um die planerischen Voraussetzungen für die Ausweisung weiterer Wohnbauflächen zu schaffen. Aus diesem Grunde waren im Stadtrat kürzlich auch mehrere Bebauungspläne Thema.

Barrierefreies Einkaufen

Doch nicht nur die Ausweisung von Wohnbauflächen beschäftigt die Stadt. So hat die Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG angezeigt, ihren Markt in der Richard-Wagner-Straße von derzeit 1100 auf 1500 Quadratmeter zu erweitern. Wie Stadtplaner Karl-Heinz Koch sagt, soll wie seinerzeit bei Aldi in der Eisenbahnstraße auch der vorhandene Lidl-Markt abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Mit der Verkaufsflächenerweiterung will der Discounter ein unbeschwerliches und angenehmes Einkaufen für Eltern mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Rollator ermöglichen. „Hauptaugenmerk wird dabei auf ausreichend breite Gänge, niedrige Regale und eine optimale Warenpräsentation gelegt“, so Koch. Für die Realisierung dieses Vorhabens ist eine Änderung des bestehende B-Planes erforderlich, die in einem Verfahren mit öffentlicher Beteiligung erfolgt.

Sperre beschlossen

Des Weiteren ist für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes (B-Plan) „Schulze-Delitzsch-Siedlung, Schkeuditzer Straße“ eine Veränderungssperre beschlossen worden. Die Aufstellung dieses B-Planes hatte der Stadtrat im Juni mit dem Ziel beschlossen, das Terrain teilweise als Allgemeines und teils als Urbanes Wohngebiet auszuweisen. Noch läuft das Verfahren, der Plan ist noch nicht genehmigt. Zwischenzeitlich hat ein Investor aber das Gelände der ehemaligen Bauunion, das zum B-Plan-Gebiet gehört, aus der Insolvenzmasse ersteigert. Wie Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) informiert, habe der Investor in einem Gespräch angedeutet, dort eine Wohnbebauung zu etablieren. Um sicherzustellen, dass dessen Vorhaben nicht mit den Festlegungen des künftigen B-Planes kollidiert, greift die Stadt bis zu dessen Genehmigung auf das Mittel der Veränderungssperre zurück. Aus städtebaulicher Sicht hat das Rathaus für das zirka sieben Hektar große Areal, das von Schkeuditzer Straße, Kyhnaer und Windmühlenweg eingeschlossen wird, sowohl Wohnnutzung als auch die Ansiedelung von nicht störenden Gewerbe im Blick. Hier denken die Stadtplaner an Dinge wie Geschäfte oder soziale Einrichtungen.

In diesem Zusammenhang hat der Stadtrat die Aufhebung des B-Planes „Wohnpark An der Gärtnerei“, der 1997 aufgestellt worden ist, beschlossen. Dieser ist nie genehmigt worden, weil die Nutzung als Allgemeines Wohngebiet aufgrund der Immissionsbelastung der benachbarten Bauunion dem widersprach. Die Fläche „Wohnpark An der Gärtnerei“ ist nun im neuen B-Plan-Entwurf „Schulze-Delitzsch-Siedlung, Schkeuditzer Straße“ integriert worden. Zu Sicherung der bestehenden Wohnbebauung soll diese Fläche als Allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden. „Weil die Bauunion nicht mehr existiert, ergibt sich dort die Möglichkeit, ein Urbanes Wohngebiet auszuweisen, womit der frühere immissionsschutzrechtliche Konflikt gelöst wäre“, erklärt Baubürgermeister Thorsten Schöne (parteilos).

Neues Bauland

Geändert wird außerdem der B-Plan „Storchenaue“ im Ortsteil Storkwitz. Bisher ist die Storchenaue als Mischgebiet ausgewiesen. Aufgrund der hohen Nachfrage wird dieses nun in ein Wohngebiet umgewandelt. Damit können neben den bereits vermarkteten vier Baugrundstücken, die restlichen fünf ebenfalls für Wohnzwecke genutzt werden.

Von Thomas Steingen

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