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Lindenhayner Feuerwehrauto 20 Zentimeter zu hoch fürs Gerätehaus

Suche nach Lösung Lindenhayner Feuerwehrauto 20 Zentimeter zu hoch fürs Gerätehaus

Das neue Löschfahrzeug für die Feuerwehr Lindenhayn wird zur 20 Zentimeter zu hohen Hürde für die Gemeinde Schönwölkau. Erst fand sich über Wochen und Monate kein Bieter und musste beschränkt ausgeschrieben werden. Nun hat sich mit Magirus zwar ein Fahrzeughersteller gefunden, aber: Nach derzeitigem Stand wird dieses Löschfahrzeug nicht ins Gerätehaus passen, es ist – vorerst – zu hoch für den Bau.

Ein nicht ganz ernst gemeinter Tuningvorschlag für das neue Lindenhayner Löschfahrzeug: Die Leiter an die Seite, das Blaulicht auch, ordentliche Schluppen auf das Fahrzeug und dann passt es auch in das Gerätehaus im Schönwölkauer Ortsteil.

Quelle: Foto/Montage: Christine Jacob/Wolfgang Sens

Lindenhayn. Ausgeschrieben war ein Fahrzeug mit einer Höhe bis maximal 3,10 Meter. Allrad-Antrieb sollte es haben, das Landratsamt stellt Fördermittel, rund 245000 Euro soll das neue Fahrzeug insgesamt kosten. Weil keiner der fünf Hersteller, der in der ersten Runde zumindest die Ausschreibungsunterlagen abforderte, ein Angebot abgab, schrieb die Kommune vor Kurzem erneut aus. Die Zeit drängt, so Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU), bis Jahresende 2016 müssten die Fördermittel abgerufen werden. Bei der erneuten Submission gab es aber nur ein Angebot - ein Fahrzeug mit 3,30 Meter Höhe. Der Fahrzeughersteller, der ein passendes Auto hätte, hat nicht geboten. Da das Gerätehaus in Lindenhayn sich baulich nicht ändern lässt - über der Toreinfahrt liegt ein statisch nicht verzichtbarer Träger - muss nun eben das schon auf dem Papier nicht passende Fahrzeug passend gemacht und Verzicht geübt werden. Vielleicht, so schildern Kameraden, lasse sich mit "ganz viel Augen zudrücken" davon sprechen, dass auch 15 Zentimeter tiefer reichen, um das Auto in die Halle zu bekommen - der Maschinist müsse eben genau eine passende Spur finden, die ein paar Zentimeter Luft rausholt. Eine zweite Einstellhalle oder sogar ein neues Gerätehaus zu bauen, ist für die Kommune finanziell nicht drin.

Für Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU) ist das alles recht einfach und kein Grund zur Aufregung: "Wir verzichten auf Allradantrieb und nehmen eine andere, kleinere Bereifung, dann passt das schon." Ein Argument, mit dem er beim Gemeinderat gut durchkam - mit Stimmenmehrheit wurde der Beschluss gefasst, das Angebot des Ulmer Fahrzeugbauers anzunehmen, damit notfalls vom eigentlichen Plan abzuweichen. Vorausgesetzt ist dabei aber, dass die Kosten im gesteckten Rahmen bleiben.

Daran allerdings haben die Kameraden Zweifel. "Ich fürchte, dass wir so den Kostenrahmen nicht einhalten werden, da wir wohl Sonderanfertigungen brauchen oder wir beim Aufbau Lösungen finden müssen wie eine eingelassene Leiter", schildert der kommissarische Gemeindewehrleiter Uwe Försterling. Auch Försterling sitzt für die CDU im Gemeinderat, war zum Zeitpunkt der Beschlussfassung allerdings dienstlich verhindert - zwischen Submission und Gemeinderatssitzung lagen nur wenige Stunden. Den Kostenrahmen könne man nach seiner Einschätzung aber dann einhalten, wenn bei der Beladung auf ein paar Sachen verzichtet beziehungsweise diese von alten Fahrzeugen rübergenommen werden. "Wir werden das schon hinbekommen", bleibt er optimistisch. Mit dem Firmenvertreter werde die Feuerwehr einfach reden und eine Lösung finden müssen, eventuell eben nicht das Gelbe vom Ei.

Auch Tiefensee bereitet sich nun auf eine Sonderanfertigung vor, ist bereits dabei, das Gespräch mit dem Fahrzeughersteller zu suchen. "Ich denke, wir haben noch Reserven beim Fahrzeuggestell", hofft er.

Christine Jacob

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