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Delitzsch Löbnitz: Immer wieder Ärger wegen Hundekot
Region Delitzsch Löbnitz: Immer wieder Ärger wegen Hundekot
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11:42 20.07.2016
Wegmachen bitte! Auf die Vernunft der Hundebesitzer setzt die Gemeinde Löbnitz (Symbolfoto). Quelle: André Kempner/LVZ
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Löbnitz

Der Dreck liegt auf öffentlichen Wegen, Straßen und in Grünanlagen. Besonders schlimm ist es derzeit im Park von Löbnitz. Hundekot sorgt in der Gemeinde immer wieder für Ärger. In letzter Zeit aber, so berichtet Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU), hat es überhand genommen. „Was ich zum Beispiel im Park gesehen habe, war wirklich unschön“, erzählt der Bürgermeister, „vieles ist durch Hundehaufen verschandelt“. Sogar Thema im Gemeinderat war der Hundekot, weil die Mentalität „einfach liegen lassen“ beim Gassigehen gerade grassiert. Nun appelliert der Bürgermeister ganz offiziell mit einem Schreiben im Amtsblatt an seine Mitmenschen, auch für die Entsorgung beziehungsweise Beseitigung der Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu sorgen.

Missetäter melden

Und er fordert aufmerksame Bürger auf, Missetäter zu melden. „Wenden Sie sich bitte an die Gemeindeverwaltung Löbnitz, wenn Sie nachweislich sagen können, welcher Hundehalter sich nicht an die Verordnung hält“, fordert Axel Wohschläger. Derjenige müsse natürlich sicher sein, dass damit keine unschuldigen Bürger verdächtigt werden, betont er zum Hintergrund seiner Aufforderung zum gegenseitigen Verpfeifen.

Auf frischer Tat ertappen

Aber anders gehe es nicht, so das Gemeindeoberhaupt. „Das Problem ist für uns als Gemeinde die Identifikation, wir müssten jemanden ja sozusagen auf frischer Tat ertappen und unmittelbar dazu kommen“, schildert er. Das sei aber nicht zu schaffen und daher die Bürgerbeteiligung gefragt. Die Mitteilungen würden natürlich vertraulich behandelt. Theoretisch gibt es sogar die Möglichkeit, den Hundehaufen per Gen-Untersuchung zurückzuverfolgen, was aber pro Haufen und Hund mehrere Hundert Euro kosten würde und daher wohl in keiner Kommune auch nur ansatzweise in Betracht kommt. Gefühlt habe jeder zweite im 2000-Seelen-Dorf einen Hund. Viele, betont der Bürgermeister, würden sich sehr vorbildlich verhalten und seien mit Schippchen und Hundekottüten unterwegs. Negative Ausnahmen gäbe es leider immer wieder und die würden dann das Gesamte verschandeln. Dabei habe man in der Gemeinde schon diskutiert, ob extra Spielwiesen für Hunde ausgewiesen werden sollten. Man sei aber zu dem Schluss gekommen, dass das bei Vernunft aller gerade auf dem Land eigentlich nicht nötig sei.

Von Christine Jacob

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