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Delitzsch Löbnitz bekämpft gefährliche Raupen
Region Delitzsch Löbnitz bekämpft gefährliche Raupen
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08:00 03.07.2018
Auch am Löbnitzer Campingplatz gab es eine Absperrung wegen des Eichenprozessionsspinners. Quelle: Wolfgang Sens
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Löbnitz

Auch in Löbnitz sind die gefährlichen Raupen im Vormarsch: „Wir haben einen Befall mit Eichenprozessionsspinnern auf dem Campingplatz, auf dem Dorfplatz, im Pfarrbereich und in den Parkanlagen“, informierte Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU). Kontakt mit dem Gesundheitsamt und mit der Forstbehörde sei aufgenommen worden. „Es wurde uns dringend empfohlen, den Befall im öffentlichen Bereich beseitigen zu lassen. Alles, was in diesem Jahr nicht beseitigt wird, trägt im nächsten zur Vermehrung bei.“ Möglich sei diese Bekämpfung aber nur zu bestimmten Zeiten. Dafür kamen in erster Linie Abflammen oder Absaugen in Frage. Letzteres Verfahren sei effektiver, um die umherfliegenden Härchen zu vermeiden, aber für die Ausführenden gefährlicher. Heißt: Es sind dazu nur fachlich Ausgebildete in der Lage. Und es gibt nicht viele Firmen, die diese Arbeiten übernehmen. „Wir sind gut beraten, die Raupen in einem bestimmten Stadium zu bekämpfen. Und das ist erreicht“, so Wohlschläger.

Hoffnung auf effektive Bekämpfung

21 Bäume waren betroffen. Weil aber fünf Exemplare auf dem Grundstück der Landestalsperrenverwaltung stehen, übernimmt diese die Kosten dafür. Für die Gemeinde liegen sie bei 4000 Euro. „Wir sind optimistisch, dass wir es in biologisch sinnvollen Zeiten schaffen“, schätzte das Gemeindeoberhaupt ein. „Es ist wichtig, zu verhindern, dass der Befall noch größere Ausmaße annimmt.“ In der vorigen Woche wurde der Einsatz vollzogen. Denn im benachbarten Sachsen-Anhalt habe das Problem bereits so große Ausmaße angenommen, dass die Kommunen mit der Bekämpfung finanziell überfordert sind. Inzwischen sind die Raupen auch in der Kurstadt Bad Düben angekommen, dort waren insgesamt 29 Bäume befallen, 15 davon gehören der Stadt.

Der Eichen-Prozessionsspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Ab dem dritten von sechs Larvenstadien besitzen die Tiere jene Härchen, welche die gefürchteten allergischen Reaktionen auslösen. Weil sie oft in Massen auftreten, können sie ganze Bäume in ­kurzer Zeit entlauben. Die Schmetterlings­raupen wandern im Gänsemarsch auf Nahrungssuche an den Bäumen empor, was ihnen den Namen Prozessionsspinner einbrachte.

Von Heike Liesaus

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