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Löbnitzer Bau-Gesellschaft arbeitet an Integration

Kammerpräsident zu Besuch Löbnitzer Bau-Gesellschaft arbeitet an Integration

Sie kennen die guten und die schlechten Seiten, die guten und die schlechten Zeiten des Handwerks und doch wird bei der Löbnitzer Bau-Gesellschaft immer nach vorne geschaut. Dabei läuft auch heute nicht alles reibungslos.

Die Delegation um Claus Gröhn (Zweiter von rechts) war zu Gast in Löbnitz.

Quelle: Christine Jacob

Löbnitz. Höhen und Tiefen kennt Uwe Höppner gut. Der bald 65-Jährige ist der Chef der Löbnitzer Bau-Gesellschaft, hat Boom-Zeiten genauso schon erlebt wie Flauten. Und er weiß, dass es irgendwie immer vorwärts geht – vorausgesetzt, man bleibt am Ball und das kann er bestens. Das jedenfalls vermittelte der Firmenchef jetzt eindrucksvoll beim Besuch der Handwerkskammer zu Leipzig auf dem flachen Land.

Firma breit aufgestellt

Uwe Höppner ist ein Mann, auf dessen Wort man sich verlassen kann. Und er ist ein Mann der Tat. Gleich kurz nach der Wende baute er das Bauunternehmen aus der einstigen PGH auf. Es kamen die absoluten Glanzzeiten des Baugewerbes bis in die Mitte der 1990er-Jahre, an die 100 Beschäftigte hatten sie damals. Heute sind es etwa ein Viertel davon. Die Firma ist inzwischen aber breiter aufgestellt, bietet neben dem klassischen Baugeschäft auch einen Grundstücksservice und Blitzschutz. Und bekanntlich läuft ein neuer Boom. Auch heute ist das Handwerk gut gefragt, die Auftragsbücher voll und teilweise zu voll, aber auch einiges an Problemen vorhanden: Nachwuchsmangel zum Beispiel. Immer weniger junge Leute hätten Interesse an körperlicher Arbeit, betont auch Handwerkskammer-Präsident Claus Gröhn. Auch viele ältere Kollegen hätten leider immer weniger Interesse, den Nachwuchs zu fördern, hat Uwe Höppner beobachtet.

Ein weiteres Problem: Bürokratie und bürokratische Hürden. Wären diese nicht gewesen, hätte Höppner drei junge Geschwister, die aus Syrien nach Deutschland geflohen sind, eingestellt – beim jüngsten Bruder aber gibt es rein bürokratische Probleme. „Diese Chance sollte man nutzen“, sagt er zum Thema Integration. Das Wichtigste dabei sei die deutsche Sprache.

Von Christine Jacob

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