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Löbnitzer Gemeinderat stellt sich gegen weitere Flüchtlingsunterbringung in Reibitz

Asyldebatte Löbnitzer Gemeinderat stellt sich gegen weitere Flüchtlingsunterbringung in Reibitz

Nicht noch mehr Flüchtlinge im Löbnitzer Ortsteil Reibitz. Das ist das Ziel, das ein Gemeinderatsmitglied nun per Beschluss erreichen will. Da schon im Schullandheim und auch der alten Mittelschule eine Unterbringung für Asylsuchende läuft oder vorbereitet wird, soll eine weitere Unterkunft verhindert werden.

Vor wenigen Wochen wurde im Schullandheim noch gebaut. Mittlerweile leben die ersten 52 Asylsuchenden dort.

Quelle: Wolfgang Sens

LÖBNITZ/REIBITZ. Gegen eine weitere Unterbringung von Flüchtlingen im Löbnitzer Ortsteil Reibitz will sich Gemeinderat Eberhardt Erhardt (SPD) stellvertretend für viele Bürger wehren. Wenn das Gremium am 25. Januar erstmals in diesem Jahr tagt, will er einen entsprechenden Beschluss einbringen. Verhindert werden soll damit, dass neben dem Schullandheim und der ehemaligen Mittelschule auch die alte Teppichlagerhalle in Reibitz zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. Im Schullandheim leben seit Kurzem mehr als 50 Asylsuchende – ihre Zahl soll auf über 100 steigen. Die Mittelschule soll alleinreisende Minderjährige aufnehmen.

Infrastruktur, Versorgung und Arbeitsmöglichkeiten seien nicht gegeben, wird in einem offenen Brief von Löbnitzer Bürgern im Amtsblatt der Gemeinde argumentiert. „Eine weitere Aufnahme von Asylsuchenden ist in Reibitz bei Bewahrung des sozialen Friedens nicht möglich“, heißt es dort unter anderem. In einem offenen Brief ans Landratsamt heißt es zudem, dass die dauerhafte Unterbringung von minderjährigen Asylsuchenden in der Schule und die Nutzung der Teppichlagerhalle generell nicht akzeptiert werden.

Mit der Unterbringung in Wohnungen und der Nutzung des Schullandheims habe die Kommune, speziell Reibitz als Ortsteil, bereits genug zur aktuellen Aufgabe beigetragen. Mehr könne man nicht fassen. Dabei geht es den Politikern nicht um Feindschaft. Eine wünschenswerte Integration, so Erhardt, sei unter diesen Bedingungen in einem Ortsteil nicht möglich. Insgesamt, argumentiert der Gemeinderat, sei es konkret in der Region Reibitz-Badrina-Spröda derzeit zu viel, um sinnvoll an einer Integration zu arbeiten. Rund 250 Männer im Sprödaer Heim und die Aussicht, dass im benachbarten Schönwölkauer Ortsteil Badrina ab Frühjahr die Asylsuchenden aus dem Schullandheim untergebracht werden könnten, sei sehr viel für eine so kleine Region.

Er wisse, räumt Erhardt ein, dass dieser Beschluss mitunter auch nur symbolischen Charakter haben könne, weil rechtlich die Möglichkeit bestehe, diesen aufzuheben. Den politischen Willen müsse man aber deutlich demonstrieren.

Von Christine Jacob

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REIBITZ
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