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Löbnitzer Hochwasserschäden sind nahezu beseitigt

Resümee des Bürgermeisters Löbnitzer Hochwasserschäden sind nahezu beseitigt

Wenn der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger auf das Jahr 2017 zurückblickt, dann sieht er vor allem die Ergebnisse, die beim Beseitigen der Hochwasserfolgen erreicht wurde. Nahezu alle Schäden sind beseitigt, gut 8 Millionen Euro wurden investiert. Als problematisch sieht Wohlschläger jedoch die vielen naturschutzrechtlichen Regelungen.

Das Löbnitzer Sportlerheim in der Delitzscher Straße. Ein Neubau soll den Bau ersetzt. Fördermittel sind zugesagt.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Löbnitz.. „Die Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 konnten wir im vergangenen Jahr nahezu vollständig abschließen“, teilte der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) mit, als er für 2017 Bilanz zog. Damit sei eines der grundsätzlichen Ziele erreicht. Zudem liege die Gemeinde damit im Terminplan. Dass letztlich nicht nur die vier sondern gut acht Millionen Euro benötigt wurden, um die Schäden zu beseitigen, führte der Bürgermeister auf einen Fakt zurück: „Als wir die Schäden melden mussten, fehlte uns noch der Gesamtüberblick.“ Um so mehr freue er sich für die Gemeinde, dass dieser „Nachschlag“ auch genehmigt wurde. „Einschließlich der Finanzierung eines Projektkoordinators“, betonte Wohlschläger. Die eigene Bauverwaltung wäre mit der Aufgaben wohl hoffnungslos überfordert gewesen, räumte er ein und lobt das Büro Knoblich und auch die anderen beteiligten Planer.

Neuer Sportplatz ist fertig

Entstanden ist im vergangenen Jahr unter anderem der Sportplatz an der Grundschule in Löbnitz. Er musste verlagert werden, weil er sich im Überschwemmungsbereich befand. „Auch wenn es anfangs Widerstände der Anwohner gab, so hat es sich doch bis heute ganz gut eingespielt“, bemerke Wohlschläger.

An offenen Projekten in Sachen Hochwasser führte er die Erneuerung eines Deichverteidigungsweges an. Allerdings müssen die Pläne noch einer Prüfung durch die untere Naturschutzbehörde standhalten. Bislang sei nur ein Teilabschnitt genehmigt. Die Gemeinde will aber möglichst schnell das Projekt beenden, es ausschreiben und Aufträge vergeben. Warum die Prüfung so lange anhält, obgleich der Neubau auf der alten Trasse erfolgen soll, sei ihm unverständlich. Naturschutzfachliche Dinge seien es derzeit auch, die die Verwaltung mehr denn je beschäftigen. Der Aufwand, um allen Forderungen gerecht zu werden, sei enorm, die Gesetzeslage einer ständigen Veränderung unterworfen. Statt einfach und transparenter würde es deutlich komplizierter werden.

Sanierung der Grundschule

„Ansonsten haben wir wirklich nur noch Pflanzarbeiten übrig, die in diesem Frühjahr erfolgen“, betonte Wohlschläger.

Ein Schwerpunkt der Investitionen in diesem Jahr ist die Sanierung der Grundschule in Löbnitz. Dabei geht es vor allem um die Fassade und um das Dach. Aber auch im Inneren müsse nochmal Hand angelegt werden. Für die Regenentwässerung des Daches mussten neue Leitungen gezogen werden, die teils durch Klassenräume gingen. Die würden jetzt im Trockenbau verkleidet.

Auch der Flächenerwerb von der LMBV im Bereich von Sausedlitz soll möglichst in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Übergang des Seelhausener Sees in den Gemeingebrauch wird erwartet. Er sei eine unverzichtbare Voraussetzung für die weitere Entwicklung in diesem Bereich. Zudem sollen weitere Paragraph-4-Maßnahmen im Uferbereich Sausedlitz umgesetzt werden.

Unterstützung aus Fördertöpfen

Die Sanierung des Dorfbegegnungshauses in Reibitz geht in diesem Jahr in die Schlussphase. Entstehen soll dort auch ein neuer Spielplatz. Dann gebe es dort tatsächlich einen vitalen Dorfkern, sagte Wohlschläger. Aus dem gleichnamigen Fördertopf kommt unter anderem das Geld. Aus anderen Töpfen kommt hingegen Geld für den Neubau des Sportlerheimes und die Umgestaltung des Löbnitzer Kirchgartens. Einbezogen werden soll dabei auch das Kriegerdenkmal, für das bereits Spenden gesammelt eingingen. „Örtliche Firmen wollen sich dann mit ihrer Arbeit einbringen“, weiß der Bürgermeister.

Löbnitz will in diesem Jahr die Eröffnungsbilanz schaffen und damit endgültig in der Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) ankommen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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