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Delitzsch Löbnitzer Parkfest gerät ins Wanken
Region Delitzsch Löbnitzer Parkfest gerät ins Wanken
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00:18 11.12.2016
In Löbnitz denkt man über den künftigen Umfang und die Dauer des Parkfestes nach. Es gibt Finanzierungsprobleme. Quelle: Alexander Prautzsch
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Löbnitz

Die Muldegemeinde Löbnitz ist auf der Suche nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für das Parkfest und für das Reit- und Springturnier. Beide ziehen traditionell Jahr für Jahr zahlreiche Gäste in das Muldedorf. Bislang war ein Großteil des Geldes, das vom With-Full-Force-Festival in die Kommunalkasse floss, dafür verwendet worden. „Wir müssen jetzt ernsthaft neu über den Umfang und die Dauer dieser beiden Veranstaltungen im Dorf nachdenken“, erklärte der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU). Aus Sicht der Gemeinde schätzte er den Abzug des Festivals als „sehr bitter, vor allem in finanzieller Hinsicht“, ein. Auch hiesige Unternehmen, Hotels, Pensionen hätten davon profitiert. Diese Einnahmequelle fällt jetzt komplett weg. Abgeordneter Michael Friedrich (Die Linke) fragte nach Kündigungsfristen im Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Veranstalter. Nach Kenntnis des Bürgermeisters seien die aber nicht explizit formuliert worden. Allerdings musste sich die Gemeinde auf die zu erbringenden Dienstleistungen für das WFF-Festival auch langfristig einrichten. „Wir prüfen jetzt, ob sich daraus finanzielle Verpflichtungen des Veranstalters ergeben“, kündigte Wohlschläger an. Ob und wie viel Geld dann noch einmal fließen kann, sei völlig offen.

Neue Finanzierungsquellen sprudeln nicht

Den Löbnitzer Abgeordneten ist völlig klar, dass es sehr schwer fallen werde, neue Finanzierungsquellen für die Traditionsveranstaltungen zu erschließen. Geld für die Sportförderung zu akquirieren, sei in den vergangene Jahren schon schwieriger geworden. Die hiesigen Unternehmen tun zwar ihr Bestes, aber ihre Möglichkeiten seien irgendwann auch ausgeschöpft.

Axel Wohlschläger mutmaßte in dem Zusammenhang, warum sich der WFF-Veranstalter für den Platzwechsel entschlossen habe. „Um die Wasserversorgung sicherzustellen, waren zuletzt mehr als 150 000 Euro pro Festival nötig. Das war ein Betrag, den er offenbar nicht mehr bereit war, zu zahlen.“

Mehr Bedauern als Freude

Auch von anderen, die zur Sicherstellung des Festivals geordert wurden, das DRK zum Beispiel, habe Wohlschläger gehört, dass mehr Bedauern als Freude vorherrscht. Eine bessere, realitätsnahe Katastrophenschutzübung als dieses Festival mit gut 30 000 Besuchern könne man einfach nicht haben. Die Rettungskräfte wurden in vielerlei Hinsicht gefordert. Auch die hiesige Gemeindewehr hatte sich stets auf das Festival-Wochenende vorbereitet. Auch damit ist Schluss.

Von Ditmar Wohlgemuth

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